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Als TV-Messermann wirklich witzig, aber übertriebenes Ekelvokabular ist irgendwie langweilig

Fäkal radikal: Kalkofe saut zu viel herum

Hannover. Ist Doofheit übertragbar? Kann man sich blödbumsen? „Ich will’s ja nur wissen“, trompetet Oliver Kalkofe in die Welt hinaus. Seine Welt, das ist an diesem Abend ein nahezu ausverkauftes Capitol in Hannover. Der Mann ist beliebt, weil er gemein ist. Hundsgemein sogar. Eigentlich nicht zu ertragen, die Sau.

veröffentlicht am 13.02.2009 um 12:44 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 11:41 Uhr

Jens Meyer

Autor

Jens Meyer Leiter Redaktion PR- und Sonderthemen zur Autorenseite
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Herumsauen ist sein Plaisir. Kalkofe erzählt von Möpsen und Pimmeln, von Hämorrhoiden und Syphilis, vom kleinen Wörtchen mit f, das mit icken endet. Fäkalsprache als Flaggschiff für seine Show, die sich im Wesentlichen mit dem befasst, was unterhalb der Gürtellinie zu finden ist. Wären da nicht „Kalkmans“ Ausflüge zu den Auswüchsen der deutschen TV-Branche, wäre die Show eine unerträgliche Sauerei geworden. So aber: Fresse dick für „Gräfin gesucht“. Der Adel auf Brautschau. Sat 1 hat das verbrochen, und Kalkofe weiß den TV-Müll fachgerecht zu entsorgen, serviert die Werber als fröhlich dauergeile Lustlümmel ab und wird sogar zum Dichter. „Für etwas Geld und Sicherheit macht jede gern die Beine breit.“ Sendungen wie „Gräfin gesucht“ sind ein gefundenes Fressen für Kalkofe. Da lebt er auf, da macht er seinen Job als TV-Messermann sehr gut und verkleidet sich sogar als Adolf Hitler, um die Videokollektion „Blitzkrieg“ mit Bonusmaterial und „Making of“ zu vermarkten. Gewagt. Aber so einen Scheiß gibt’s ja wirklich zu kaufen! – Minuten später wird Kalkofe zu „Onkel Hotte“ und liest aus seinem Werk „Der Sandmann hat die Syphilis“. Schon wieder fäkal radikal. Muss nicht sein.



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