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1. Hamelner Spätlesenacht mit toller Resonanz und proppenvollen Häusern / Fazit: „Wir sind froh und vielleicht machen wir das noch mal“

„Es war ja für uns eine Gleichung mit relativ vielen Unbekannten“

Hameln. Mein Rundgang durch die 1. Hamelner Spätlesenacht beginnt an diesem Freitagabend um 18.30 Uhr im Lesecafé der Stadtbücherei in der Pfortmühle. Cornelia Behrendt, Ruth Henning, Renate Dißmeier, Iris Tannhäuser und Susanne Wilhelms begrüßen hier die Gäste mit ihrem Programm „Lesen und lesen lassen“, dessen Vorder- und Rückseite Zeichnungen aus Büchern von E.O. Plauen ziert. Bistrotische und Wein laden zum Verweilen ein, aber der Wegweiser durch die 1. Hamelner Spätlesenacht in Form eines Lesezeichens lockt mich weiter zur Parallelveranstaltung in die Buchhandlung von Wedemeyer. Und so mache ich mich mit Elisabeth Guske, Leiterin des Kulturbüros der Stadt Hameln, auf den Weg in die Baustraße. Dort erwartet uns eine proppenvolle Buchhandlung, in der Vassili Golod, Jessica Boose-Heuchert und Henrik Fisser unter dem Motto „Text und Bild“ Passagen zu Fotos aus „Die jungen Hunde“ von Mario Vargas Llosa lesen. Sehr lebendig und berührend erzählen die drei jungen Stimmen von Radio Aktiv dem gebannt lauschenden Publikum aus der Novelle von 1967 des peruanisch-spanischen Schriftstellers, die das Leben eines Außenstehenden in ihrem Alter beschreibt. Eine Darbietung, die bei den Hamelnerinnen Gaby Kühne und Renate Brockmann gut ankommt.

veröffentlicht am 19.02.2012 um 16:28 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

Andrea Gerstenberger
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Von den jungen Laien geht es dann zu den Vollprofis. Einige Zuhörerinnen schlagen den gleichen Weg in die Bäckerstraße ein. Im ersten Stock der Buchhandlung Matthias wartet Theaterintendantin Dorothee Starke mit den Schauspielern Heike Eulitz und Martin Kemmer. „Gut gegen Nordwind“ hat unter der Regie von Dorothee Starke am 14. Juni im Theater Premiere und als Einstimmung auf die Hamelner Inszenierung des Bestsellers von Daniel Glattauer lesen die Schauspieler um 19.30 Uhr szenisch aus dem Werk. Dass der Briefroman, in dessen Verlauf sich Emmi und Leo über eine fehlgelaufene E-Mail näher kommen, ein Buch für Frauen ist, zeigt die große Anzahl der Zuhörerinnen. Während Gaby Kühne und Freundin weiter lauschen, schleiche ich mich zwischendrin leise raus und gehe zur Dewezet. Dort präsentiert Verleger Carsten Holzendorff, Chef der CW Niemeyer Buchverlage, gemeinsam mit dem Emmerthaler Buchladen am Markt, die Bückeburger Krimiautorin Nané Lénard. Sie liest aus ihren Büchern „SchattenHaut“ und „SchattenWolf“, unterstützt vom Ensemble „Zweins“, Claudio di Facere (Gitarre) und Olga Meier (Gesang).

Um kurz vor 21 Uhr treffe ich in der Sumpfblume ein und auch hier ist der Saal voll. Mit dem Kabarett- und Comedy-Programm „MitternachtSpaghetti“ des Duos „Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie“ klingt die 1. Hamelner Spätlesenacht aus. Das Fazit von Gaby Kühne und Renate Brockmann um kurz nach 23 Uhr: „Die jungen Leute bei von Wedemeyer waren schon toll, dann die Profis bei Matthias, das war richtig klasse und jetzt dieser Spaß mit dem Wortspielen hier in der Sumpfblume, das war ein toller Abend.“

Buchhändlerin Cornelia von Wedemeyer zufrieden: „Die Resonanz war toll. Es war ja für uns eine Gleichung mit relativ vielen Unbekannten.“ Auch Marion Komarek von der Sumpfblume ist zufrieden. „Wir sind froh und vielleicht machen wir das noch mal.“

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  • Buchverlagsleiter Carsten Holzendorff mit Nané Lénard

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