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Opern-Offensive im Theater Hameln: Direktorin Dorothee Starke im Gespräch über neue Angebote

„Es wäre zu schade, wenn das dem Publikum entginge“

Hameln. Welche Genres ihr besonders am Herzen liegen, wusste Dorothee Starke beim Antritt der Stelle als Hamelner Theaterdirektorin im Sommer ganz genau: das Tanztheater und die Oper. Am morgigen Sonntag um 11.30 Uhr beginnt im Theater das, was sie als „Opern-Offensive“ bezeichnet: die erste kostenfreie Operneinführung in „Cavalleria Rusticana“ und „Der Bajazzo“ mit Karla Langehein, bei der Besucher mit deutschen Übersetzungen der wichtigsten italienischen Texte versorgt werden. Mit Dorothee Starke sprach Julia Marre.

veröffentlicht am 13.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 09:41 Uhr

Dorothee Starke, Direktorin des Theaters Hameln.
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Frau Starke, in dieser Spielzeit wurden im Theater lediglich drei Opern gezeigt – können Sie schon einen Trend in der neuen Spielzeit verraten?

Wir hatten in der Tat in dieser Spielzeit nur sehr wenige Opern im Programm – noch dazu sehr spezielle Werke. Ich glaube aber, dass Opern mehr Zuspruch haben können, wenn wir uns bemühen. In der nächsten Spielzeit sind bisher vier Opern geplant, darunter auch populärere Stücke und ebenso eine kabarettistische Inszenierung, die mit dem Werk spielt und es nicht bildungsbürgerlich angeht.

Gibt es Pläne, diese Inszenierungen künftig auch anders zu bewerben?

Ja, wir beginnen morgen mit einer zusätzlichen Operneinführung. Karla Langehein wird – neben ihrer bewährten und beliebten Konzerteinführung – auch eine Einführungsveranstaltung für Opern geben. Das Theater für Niedersachsen und auch das Landestheater Detmold bieten zwar gelegentlich eine kurze Werkeinführung am Aufführungstag an, die wichtige Zusatzinfos liefert. Die richtet sich aber nur an Zuschauer, die ohnehin mit der Oper vertraut sind, und erreicht somit kein neues Publikum.

Wer sich mit den jeweiligen Opern weniger auskennt, kann künftig also schon vorab reinschnuppern…?

Genau, deswegen haben wir den Termin knapp eine Woche vor der Aufführung gewählt. Das ist unser Ansatz, neue Besucher zu gewinnen. Als ich nach Hameln kam, hatte ich ganz unbedarft den Eindruck, hier auf ein klassisches Publikum zu treffen. Doch auch die Hamelner Konzerte sind nur selten ausverkauft.

Wie sieht es mit der Auslastung bei Opern aus?

Während Operetten ausverkauft und gut besucht sind, sind Opern das zurzeit leider nicht. Diesmal haben wir auch welche ohne Gassenhauer im Programm. Es ist schwierig, Zuschauer für die Opern zu gewinnen. Aber ich fände es zu schade, wenn das den Hamelnern entginge.



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