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Erst ruckelte es in Linden, dann kam der Durst in Weetzen...

Von Andrea Gerstenberger

Bad Pyrmont/Hannover. „Ich hatte schon früher mal den Gedanken, ob es nicht klug wäre, in der Bahn Bücher zu verkaufen statt Brezeln und Kaffee. Nirgends wird so viel gelesen. Und dass wir heute eine Lesung hier veranstalten, ist nur folgerichtig. Ich finde das ganz wunderbar.“ Seine eigene Begeisterung auf den Punkt bringend, hat Verleger Dietrich zu Klampen zusammen mit der Deutschen Bahn und der Buchhandlung Lehmanns aus Hannover damit offensichtlich auch den Nerv der Literaturfreunde in und um Hannover getroffen. Mehr als 140 Zuhörer haben sich am Dienstagabend eingefunden, um im S-Bahn-Sonderzug auf der Strecke Hannover – Bad Pyrmont den Geschichten der Autoren Hans-Peter Wiechers und Volker Hagedorn zu lauschen. Eine Resonanz, mit der vorher niemand gerechnet hat.

veröffentlicht am 07.10.2009 um 17:03 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:41 Uhr

Literarische S-Bahn
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Im voll besetzten Zug liest als erster Hans-Peter Wiechers, anfangs etwas wackelig, später mit gekonnt sicherem Halt, aus seinen Glossen „Lüttje Lagen“. Etwa in Hannover-Linden ist die Geschichte dran, wie schwer es ist, einen „Seufzer“ zu schreiben, und dass andere „Handwerker“ es viel leichter haben, ihre Brötchen zu verdienen. Das Stück kommt an. Das Publikum lacht, der Autor ist für alle zum Anfassen nah, denn es gibt ja keine erste Reihe. Auch die Tücken des transportablen Mikrofons überspielt der Redakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung mit gekonntem Charme. „Ich bin doch kein Schlagerstar“, was das Publikum bereitwillig verzeiht.

 

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