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Erfolgreiche Premiere: "Iphigenie auf Tauris" am Landestheater Detmold

Mit einer eigenwilligen Inszenierung ist das Landestheater Detmold in die neue Spielzeit gestartet. Goethes "Iphigenie auf Tauris" hat die neue Schauspieldirektorin Tatjana Rese inszeniert. Karin Heininger hat sich die Premierenaufführung angesehen.

veröffentlicht am 29.08.2011 um 16:15 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:21 Uhr

detmold
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Mit einer eigenwilligen Inszenierung ist das Landestheater Detmold in die neue Spielzeit gestartet. Goethes "Iphigenie auf Tauris" hat die neue Schauspieldirektorin Tatjana Rese inszeniert. Karin Heininger hat sich die Premierenaufführung angesehen.

Die Inszenierung bleibt wesentlich am Text. Sie findet aber konsequent im heutigen Umfeld statt. Iphigenie, die auf der Insel Tauris der Göttin Diana dient und gegen die blutige Tradition des Menschenopfers kämpft, ist keine Priesterin im klassischen Gewand. Im kleinen Schwarzen mit Perlenkette stellt Ewa Rataj äußerlich eher eine Alltagsperson dar. Doch beklemmend und sehr überzeugend zeigt sie die innere Zerrissenheit der Figur zwischen dem Wunsch nach Selbstbestimmung und der Aufrichtigkeit gegenüber dem taurischen König Thoas. Symbolhaft wirkt die schwere Decke, in die sich Iphigenie schutzsuchend immer dann hüllt, wenn sie verwundbar ist.
Wie Rataj gibt auch der Schauspieler Robert Augustin sein Detmolder Debüt. Als König überzeugt er mehr in seinen emotionalen, stillen Momenten als in den lautstarken Ausbrüchen. Doch auch äußerlich wandelt er sich vom modischen Macho zum einsichtigen Soldatenkönig. Nicht mit einem Schiff, sondern mit Fallschirmen auf Tauris gelandet sind Iphigenies Bruder Orest (intensiv Markus Hottgenroth) und sein Gefährte Pylades (überzeugend Stephan Clemens). Den königlichen Getreuen Arkas spielt Jürgen Roth.



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