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Pink zelebriert in der ausverkauften TUI-Arena am Samstagabend die Entdeckung der Weiblichkeit

Eine Zirkusdirektorin ohne Berührungsängste

Hannover. Am Ende verlässt sie völlig durchnässt die Bühne – auch das ist Teil ihrer perfekt inszenierten Show. Pink überrascht die Fans in der ausverkauften TUI-Arena am Samstagabend mit akrobatischen Einlagen am Trapez, mit einer bunten Mischung alter und neuer Songs sowie mit ihrer neuen Weiblichkeit. So schon zu Beginn der 100-minütigen Show: Als „Lady in Red“ schwebt die Sängerin aus dem Boden des Laufstegs über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Die drei Meter lange Schleppe legt sie auf der Bühne ab – im hautengen Kleid, in Leggings und auf sehr hohen High Heels singt sie „Bad Influence“. Umgeben von Clowns, Harlekinen und Rutschen beginnt das bunte Treiben auf dem Jahrmarkt, in ihrem „Funhouse“.

veröffentlicht am 05.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 08:21 Uhr

Karen Klages

Autor

Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Mit Umarmungen bei den Fans bedankt

Mit Hits wie „Just like a pill“ und „Who knew“ macht die quirlige Sängerin Party – und ihre Fans machen mit. Für hereinfliegende Stofftiere, Luftballons, ja, selbst Brillen, bedankt sich Pink mit Händeschütteln und Umarmungen bei ihren Fans. Sogar der Kostümwechsel geht schnell – kein Wunder, da sie mit einem Hauch von Nichts wieder auf die Bühne kommt. Nach den schnellen Nummern „Ave Mary A“ und „Don’t let me get me“ räkelt sich die 29-Jährige beim Divinyls-Cover „I Touch Myself“ in Spitzenunterwäsche auf einem roten Sofa. Hände umschlingen ihren durchtrainierten Körper – Berührungsängste hat Pink an diesem Abend keine.

Nach ihrer neuen Single „Please don’t leave me“ in Lack und Leder macht sie wieder eine sehr gute Figur. Sie hüpft, lacht und tanzt über Bühne und Laufsteg, rutscht eine Rutsche herunter und verzaubert mit ihrer Power-Stimme nicht nur bei dem Kracher „So what“. Dann fast unschuldig, in Jeans, T-Shirt und barfuß, erzählt sie dem Publikum nur begleitet von Violine und Klavier mit einer stimmlichen Bestleistung ihre Lebensgeschichte: in „Family Portrait“. Was folgt, sind die ruhigeren Momente in der Pink-Show, Songs wie „Trouble“, die sie fast unplugged singt. Doch das ist, wie sich herausstellt, nur die Ruhe vor dem Sturm. Es folgt Trapezakrobatik, während sie in zehn Meter Höhe „Sober“ performt.

Lautstarker Applaus für das „Funhouse“-Konzert

Dem Titel ihrer Tour, „Funhouse“, wird Pink mit dem Ausnahmekonzert mehr als gerecht. Die Fans danken ihr mit lautstarkem Applaus. Und als der abebbt, singt sie schon als Zirkusdirektor verkleidet die Zeilen „Is this the real life?“ – so mancher Zuschauer wird sich an diesem Abend genau das gefragt haben…

Doch das auf der Bühne ist Pink: weiblich, energiegeladen und gelenkig. Das beweist sie zuletzt im Finale der Show. Zu „Glitter in the air“ hängt sie in einer Schlaufe in zwei Meter Höhe; dreht sich und singt. Dann versinkt sie an der Stelle im Bühnenboden, aus der sie anfangs gekommen ist – und steigt völlig durchnässt wieder hoch! Dass ihr Mikro ebenso nass ist und nicht mehr funktioniert, stört sie nicht. Sie hat mehr als genug gegeben in ihrem „Funhouse“.

Ein Wiedersehen mit Pink feiert Hannover am 20. Dezember bei einem Zusatzkonzert in der TUI-Arena.



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