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In „Black Gold“ spielt Antonio Banderas einen arabischen Fürsten

Ein Wüstenepos, das nach Öl bohrt

Arabien zu Beginn der 30er Jahre: Zwei verfeindete Stammesfürsten, der Emir Nessib (Antonio Banderas) und der Sultan Amar (Mark Strong), schließen einen brüchigen Frieden. Das Land zwischen ihren Reichen, der sogenannte Gelbe Gürtel, soll niemandem mehr gehören und wird darum zur neutralen Zone erklärt. Zur Sicherheit bleiben die kleinen Söhne des Sultans, Auda (Tahir Rahm) und Saleeh (Akin Gazi), bei Nessib zurück. Einige Jahre später allerdings entdecken Texaner ausgerechnet im Gelben Gürtel riesige Erdölvorkommen. Nessib will an dem bevorstehenden Geldsegen, der Reichtum und Wohlstand verspricht, teilhaben, Amar ist gegen die Förderung. Seine Söhne sind allerdings in der Zwischenzeit zu jungen Männern herangewachsen. Während Saleeh ermordet wird, soll Auda Nessibs schöne Tochter Leyla (Freida Pinto) heiraten. Doch dann entscheidet er sich, seinem Vater mit einem wagemutigen Manöver zu helfen.

veröffentlicht am 09.02.2012 um 18:14 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

Michael Ranze
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Lange nichts mehr gehört von Jean-Jacques Annaud („Der Name der Rose“, „Der Bär“). Nun meldet sich der Franzose mit einem Wüstenepos à la „Lawrence von Arabien“ zurück. Ein David Lean ist Annaud sicher nicht, dafür fehlen ihm die Besessenheit und die Vision. Trotzdem ist sein Film, nach dem Roman „Der schwarze Durst“ des Schweizer Rennfahrers Hans Ruesch, ein unterhaltsames und kurzweiliges Spektakel geworden – auch wenn man einige Klischees wie zum Beispiel den aufgeregten Harem mit wunderschönen Frauen und Stereotypen wie gottesfürchtige Araber in Kauf nehmen muss. Die historischen Fakten sind Annaud gar nicht so wichtig – weder benennt er Ort noch Datum. Doch dass es einmal eine Zeit gegeben hat, in der die Araber den Wert des Öls nicht kannten und die anschließenden Konflikte bis in die Gegenwart (Ölkrise, Golfkriege, Gaspreiserhöhungen) reichen, ist eine spannende Erkenntnis.

„Black Gold“ ist im Maxx-Kino Hameln ab sofort täglich um 17 und 19.45 Uhr zu sehen.

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