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„Die wilden Hühner und das Leben“: Cornelia Funke beendet ihre Serie um die Mädchenbande

Ein unheimlich unterhaltsamer Jugendfilm

Von Katharina Peter

veröffentlicht am 04.02.2009 um 20:54 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 12:21 Uhr

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Eigentlich hatte sich das Material der vier Jugendromane von Cornelia Funke um die Mädchenbande „Die wilden Hühner“ nach zwei Filmen erschöpft. Aber die erfolgreiche Autorin konnte der Versuchung nicht widerstehen, ihre fünf Heldinnen noch weiter in die Pubertät zu begleiten, und hielt ihre Ideen in einem Drehbuch fest.

Während einer Klassenfahrt müssen Sprotte, Trude, Frieda, Wilma und Melanie feststellen, dass das Erwachsenwerden nicht so toll ist, wie sie dachten. Während Oberhuhn Sprotte beobachten muss, wie Fred mit einer anderen flirtet, hat Melanie ein Geheimnis und will nicht mal mit ihren Freundinnen oder mit Willi reden, in den sich zudem Frieda heimlich verliebt hat. Außerdem bahnt sich ganz sachte ein weiteres Pärchen an. Aber die „wilden Hühner“ wären ja nicht das Federvieh, wenn nicht noch ein Bandenkrieg zu wilden Streichen führen würde. Denn ganz so erwachsen sind die Mädchen doch noch nicht. Außerdem haben sich jüngere Schülerinnen zu den „wilden Küken“ zusammengeschlossen und machen Sprotte und Co. das Leben schwer. Nebenbei ringen zudem die Erwachsenen mit ihrer komplizierten Gefühlswelt.

Herausgekommen ist dabei ein liebevoller Mix aus Bandenspaß und ernst zu nehmendem Jugendfilm, der vor allem in einem glänzt: Er ist unheimlich unterhaltsam und kommt klug daher, ohne belehren zu wollen. Cornelia Funke ist mit ihrem Drehbuch ein würdiger Abschluss für die sympathische Serie gelungen, und sie hat einen Weg gefunden, sich selbst vor der Versuchung, die Geschichte noch weiterzuspinnen, zu bewahren. Man soll eben dann aufhören, wenn es am schönsten ist.

„Die wilden Hühner und das Leben“ sind täglich um 15 und 17.30 Uhr im Maxx-Kino am Hamelner Bahnhofsplatz zu sehen.

Erwachsenwerden ist gar nicht so schön, wie sie dachten: Melanie (Sonja Gerhardt) und ihr bester Freund Willi (Vincent Redetzki).

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