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Perfekte Koloraturen: Händels Werke zählten im Münster zu den unbestrittenen Höhepunkten

Ein strahlendes „Hallelujah“ im Festkonzert

Hameln. Allemal richtig auch und besonders zu diesem An-lass: ein vielfaches „Hallelujah“, komponiert von Georg Friedrich Händel, gesungen und mit perfekten Koloraturen gejubelt von Susan Eitrich und begleitet vom rührigen Kammerorchester St. Bonifatius unter der Leitung von Maria Potaschnikova.

veröffentlicht am 05.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 19:21 Uhr

Das Kammerorchester St. Bonifatius unter der Leitung von Maria P

Autor:

Karla Langehein
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Klangschöne Sopranstimme

Vor zwanzig Jahren fiel die Mauer, und „Einigkeit und Recht und Freiheit“ gilt seit-dem für alle Deutschen. In seiner Begrüßung erinnerte Pastor i. R. Hans Dietrich Ventzky an diese Zeilen Hoffmann von Fallerslebens und an dessen eindringliche Bitte „Blüh im Glanze dieses Glückes, blühe deutsches Vaterland!“ Dass auch der Komponist unserer Hymne, Joseph Haydn, im Konzert zum Tag der Deutschen Einheit vertreten sein würde, lag auf der Hand.

Ob er sein Klavierkonzert Nr. 7 F-Dur für Cembalo oder Hammerklavier komponierte, ist nicht gesichert. Hier nun auf einem durchsichtig registrierten Orgelpositiv von Konstantin Volostnov gespielt, ergab sich im Zusammenklang eine nicht unproblematische Verlagerung des Gleichgewichts zugunsten des Orchesters. Dies gilt noch mehr auch für eine weitere besetzungstechnische Besonderheit. Bachs Konzert für zwei Cembali BWV 1062 (mit Potaschnikova und Volostnov als Solisten) hätte den Einsatz von zwei deutlich größeren Instrumenten erfordert, um sich gegen die erdrückende Dominanz des kleinen Kammerorchesters zu behaupten. Leider konnte der sympathische Konstantin Volostnov, den wir früher in Hameln bereits als exzellenten Musiker an der Münsterkirchenorgel erlebten, sein großes Können dadurch nur sehr begrenzt zur Geltung bringen.

Hingegen hatte die klang-schöne, sicher geführte Sopranstimme von Susan Eitrich keinerlei Durchsetzungsprobleme. Mit sicherem musikalischem Instinkt profiliert gestaltet, wurden Händels Antiphon „Haec est Regina Virginum“ und seine Motette „Solete venti“ zu den unbestrittenen Höhepunkten des Konzerts.

Das gut besetzte zwölfköpfige Kammerorchester blieb bei der Wiedergabe von Mendelssohns Streichersinfonie Nr. 7 d-moll zwar zeitweise unter seinen gestalterischen Möglichkeiten, präsentierte sich aber im Übrigen als auf-merksamer und sicherer Begleiter aller Solisten.

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