weather-image
20°

Lydie Auvray und die „Auvrettes“ zaubern in der Sumpfblume ein Strahlen auf die Gesichter ihrer Besucher

Ein sonniger Flirt von Akkordeon und Kontrabass

Hameln. Quetschkommode oder auch Klavier für die Armen werde das Akkordeon genannt, erzählt Lydie Auvray, die seit 26 Jahren mit ihren „Auvrettes“ auf der Bühne steht. Am Freitagabend begeisterten sie mit Titeln des aktuellen Studioalbums „Regards“ bei ihrem Konzert in der Sumpfblume. Schnell wurde spürbar, dass ihre Interpretation von Jazz, Tango und karibischer Musik gute Laune verbreitet und wie reich das Akkordeonspiel der Französin macht.

veröffentlicht am 23.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 09:21 Uhr

Lydie Auvray und Bassist Gigu Neutsch. Foto: ah

Autor:

Annette Hensel
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Lydie Auvray lebt ihre Musik, bei ihr ist alles in Bewegung: Der ganze Körper wiegt sich so sehr im Rhythmus der Musik, dass ihr Barhocker für seine Standfestigkeit zu bewundern ist. Beim „Tango Normande“, ihren Wurzeln, bearbeitet sie ihr Instrument mit anscheinender Leichtigkeit, liebkost es und stampft dazu temperamentvoll mit ihren Schuhen auf, beim „Neuen Tango“ flirtet ihr Akkordeon mit Kontrabass, Gitarre und Klavier. Aber auch mit dem Schlagzeug tritt es bei „Der vierte Mann“, einer Art Krimi-Musik, in Dialog, in den später Bass, Gitarre und Klavier einsteigen und eine Prise Jazz hinzufügen.

Kontakt zum Publikum gesucht

Leidenschaft zeigt sie auch bei ruhigeren Liedern, dem Liebeslied ohne „ratatatata“ oder „Petite mère“, das von älteren Menschen handelt, die „uns manchmal entgleiten“, wie Lydie Auvray erklärt. Sie sucht den Kontakt zum Publikum, vor allem aber mit ihrer Musik. Gemeinsam mit Gitarrist Markus Tiedemann, Schlagzeuger Harald Heinl, Günter Geiger am Klavier und (Kontra-)Bassist Gigu Neutsch, erstklassigen Musikern, die sich aber nie in den Vordergrund drängen, spielt sie zum Tanz im Dreivierteltakt auf, steigt auf jazzige Rhythmen um und lässt dann karibische Klänge ertönen. Martinique – das ist ihre (musikalische) Insel. Da tanzt, singt und spielt das musikalische Energiebündel aus der Normandie und streut seine Lebens- und Spielfreude großzügig ins Publikum. Es fällt schwer, ruhig sitzen zu bleiben bei Liedern wie „Fort-de-France“ mit tollem Gitarrensolo oder beim jazzig-lateinamerikanischen „Et après“. Und dann ist da noch „Clef du ciel“, der Led Zeppelin-Klassiker, den Lydie Audray mit ihrem Zauber belegt.

Ein Strahlen steht den 150 Besuchern ins Gesicht geschrieben, als sie nach stürmisch erklatschten Zugaben, die zu Sessions ausarteten, mental wieder in der Sumpfblume ankommen. Die Sonne Martiniques begleitet sie auf ihrem Heimweg.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?