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Musikwochen Weserbergland: Gerrit Zitterbart musizierte in Hehlen auf dem Hammerflügel

Ein seltenes Hörerlebnis besonderer Art

Hehlen. Die Immanuel-Kirche in Hehlen – am Sonntagnachmittag sonnendurchflutet und anheimelnd. Und im Zentrum dieses wunderbaren Rahmens stand der originalgetreue Nachbau eines Hammerflügels, wie er anno 1795 in der berühmten Wiener Werkstatt Anton Walters gebaut wurde.

veröffentlicht am 18.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:41 Uhr

Ist ein renommierter Pianist und Professor an der Hannoverschen

Autor:

Karla Langehein
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Mit seinem Erwerb erfüllte sich der Pianist Gerrit Zitterbart vor einigen Jahren den Traum, die Werke der Wiener Klassiker Haydn, Mozart und Beethoven so zum Klingen zu bringen, wie sie seinerzeit klangen – ein Hörerlebnis, das noch immer relativ selten zu ergattern ist.

Dank der Musikwochen Weserbergland und seiner Sponsoren bot die Begegnung mit Gerrit Zitterbart, seinem kostbaren Schätzchen und je einem Variationswerk und einer Sonate der drei großen Klassiker ausreichend Gelegenheit, den besonderen Klang eines Hammerklaviers schätzen zu lernen. Überdies vermittelte die charmante Moderation des Pianisten den erstaunten Hörern auch einige Kenntnisse über den Aufbau des Flügels und seiner Mechanik.

Wie plastisch dieser Klavierklang ist, wie intim und lautmalerisch er auch altbekannte Kompositionen Beethovens Sonate op. 13, die Pathétique, neu beleuchtet und strukturiert, demonstrierte Zitterbart vor allem an Mozarts Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“. Da konnte man zeitweilig glauben, mit am Familientisch zu sitzen und das leise Geständnis der Tochter und die anschließende Philippika der Mama zu vernehmen.

Ein besonderes Konzert, für das die Hörer mit langem Beifall dankten.

Das nächste Konzert in der sommerlichen Konzertreihe Musikwochen Weserbergland findet am Sonntag, 24. Mai, um 17 Uhr in der Hamelner St.-Augustinus-Kirche statt. Sarah Kaiser und Band bieten Soul und Vocal-Jazz mit Liedern Paul Gerhardts bis zu Stevie Wonder, zuvor tritt der „Gospelchor auf Zeit“ aus Bodenwerder unter der Leitung von Christiane Klein auf. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

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