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An Tiefe fehlt es der im Theater aufgeführten Inszenierung von Martin Walsers „Ein fliehendes Pferd“

Ein Segeltörn in allzu seichtem Gewässer

Hameln. Schon das Bühnenbild sagt alles: Etwas schlicht wird’s, farblos, leidenschaftslos. Was Telse Hand an funktional-nichtssagendem Mobiliar im blau-weißen Matrosenlook zusammengestellt hat, mag alles sein. Eine gemütliche, leicht verschrobene Ferienwohnung, in die man gern im elften Jahr in Folge reist, ist es keineswegs. Vielleicht steht es, das aufdringlich mit Segeltuch ausstaffierte Vorzimmer der Ungemütlichkeit, aber auch ganz passend für die kalte Gewohnheit, die sich ins Leben seiner Bewohner eingeschlichen hat. Ein emotionaler Frost, der sich nicht nur in eisigen Fersen und dem Kalte-Füße-vor-dem-Leben-Haben äußert.

veröffentlicht am 26.01.2011 um 17:25 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

Julia Marre


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