weather-image
27°
„Jugend musiziert“: Herzlicher Beifall für eine schon 49 Jahre währende Erfolgsgeschichte

Ein rundum gelungenes Preisträgerkonzert

Hameln. Mit der Neunundvierzig im Titel marschiert der bundesweite Wettbewerb „Jugend musiziert“ in diesem Jahr zielstrebig via Jubiläum im Jahr 2013. Eine Erfolgsgeschichte, über die dann ausführlich zu berichten sein wird. Nun geht es erst einmal um das an Talenten reiche Abschlusskonzert des diesjährigen 49. Wettbewerbs auf regionaler Ebene. Bevor sie sich auf den Weg zum Landeswettbewerb machen, stellten sich die Preisträger am Samstag in der Aula des Albert Einstein-Gymnasiums einer breiten Hörerschaft mit überdurchschnittlich niedrigem Altersdurchschnitt vor – da hörten viele Kinder Kindern zu.

veröffentlicht am 04.03.2012 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:41 Uhr

270_008_5293016_ku103_0503.jpg

Autor:

Karla Langehein
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Das war aber nicht das einzig Bemerkenswerte an dieser erfreulichen Präsentation von Begabungen, wie eine kleine Statistik erkennen lässt. In dem 24 Programmpunkte umfassenden Konzert erklangen mit Klavier, Blockflöte, Querflöte, Horn, Trompete, Gitarre, Violine, Viola und Violoncello neun verschiedene Instrumente. Etwa die Hälfte der gespielten Werke stammt aus den Federn zeitgenössischer Komponisten. Das Erstaunlichste aber und Schönste: Mehr als die Hälfte aller jungen Solisten wurde von etwa Gleichaltrigen begleitet. Da war bei den Jüngsten durchgängig eine in dieser Ausprägung besondere Einfühlsamkeit zu beobachten und bei den Älteren teilweise schon eine Nähe zur Professionalität.

Es machte auch Freude zu sehen, wie zwei kleinere Mädchen ganz alleine mit sicherem Schritt das Podium eroberten, Noten und Pult an die rechte Stelle rückten und dann prima spielten. Oder wenn ein junger Trompeter im jazzigen Stück den richtigen Drive fand und nach den Pausen punktgenau wieder einsetzte.

Dass sich die Blockflöte mittlerweile die Moderne zueigen gemacht hat und mit Flatterzunge und Ähnlichem Klänge produzieren kann, die vom Barock weit entfernt sind, ist keine Überraschung mehr. Aber eine Sopran- und eine Altflöte gleichzeitig zum Fanfarenruf zu mobilisieren, das sieht und hört man nicht alle Tage. Und es fasziniert, wenn zeitgenössische Tonformung derart märchenhaft mit Mimik, Sprechgesang und Gestik verbunden einhergeht wie in solch artistischer Wiedergabe.

Dem von Stadträtin Gaby Willamowius und Jutta Lorenz, der Vorsitzenden des Regionalausschusses, an Eltern, Lehrer, finanzielle Unterstützer und Organisatoren ausgesprochenen Dank schlossen sich alle Anwesenden mit herzlichem Beifall an.

Eine Bildergalerie gibt es ab heute auf dewezet.de

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare