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Gotthold Schwarz und Becker-Foss mit geistlichen Gesängen in der Salzhemmendorfer St. Margarethen-Kirche

Ein Liederabend der besonderen Art beim Orgelfest

Salzhemmendorf. Ein schönerer und intimerer Rahmen als die St.Margarethen-Kirche von Salzhemmendorf kann für einen Liederabend mit geistlichen Gesängen kaum gefunden werden. Wenn dann noch das seit Jahren und in vielen gemeinsamen Konzerten zusammengewachsene Duo Gotthold Schwarz und Hans Christoph Becker-Foss mit einem so erlesenen Programm zu hören ist, sind alle Voraussetzungen für einen besonderen Konzertabend gegeben.

veröffentlicht am 26.08.2011 um 13:46 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:21 Uhr

Autor:

Karla Langehein
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So auch am Donnerstagabend. Im ersten Abschnitt stellte das Programm abwechselnd Max Regers Gesängen opus 137 (Texte: Zwick, Eichendorff und Erasmus Albertus) sowie opus 105 (Novalis und 62. Psalm) Lieder von Johann Sebastian Bach gegenüber. Der Wechsel zwischen den Jahrhunderten glich sich trotz der großen, im harmonischen Bereich liegenden Unterschiede aus – nicht zuletzt wegen der musikalischen Seelenverwandtschaft der beiden Komponisten.

Gotthold Schwarz schätzen wir in Hameln längst als wandlungsfähigen Interpreten unterschiedlichster Stilrichtungen schätzen. Auch in diesem Konzert traf er die hoch- und spätromantischen Profile der beiden Elegischen Gesänge Op.128 von Josef Gabriel Rheinberger sowie der sehr hörenswerten, zeitstilistisch in der Nähe von Reger anzusiedelnden Kompositionen von Hans Schwarz (1910-2001) und Walt Jürgen Becker-Foss (*1917). In jeder Hinsicht der interpretatorische Höhepunkt des Programms: Franz Liszts Vertonung des 130. Psalms „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir“ – und wieder einmal ein Beweis dafür, wie weit Liszt seiner Zeit voraus und stilbildend bis zur Atonalität gewesen ist.

Becker-Foss war nicht nur hier mit bildhaft sich am Text orientierenden Registrierungen der ideale Instrumentalpartner. Solistisch ließ er das Gemenge von altem und neuem Pfeifenwerk der Seifert-Orgel in Bachs Orgelchoral „In dir ist Freude in allem Leid“ erklingen. Im Übrigen griff er zwei selten zu hörende Werke aus dem 18. Jahrhundert auf: die Fantasie F-Dur im italienischen Stil von Johann Ludwig Krebs sowie ein Präludium und eine Fuge des „Großherzoglichen Hessischen Domorganisten zu Darmstadt“, Johann Christian Rinck.



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