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(Ex-)Pauker plus Verstärkung hauen kräftig auf die Pauke

Ein grau-geiler Gig von GIG

HAMELN. Vier nicht mehr ganz so taufrische Herren, darunter drei (Ex-)Pauker, die mächtig auf die Pauke hauen und im besten Classic-Rock-Stil abgehen. Und auch noch unter dem Namen „Gig“ (auch im Deutschen unter Muckern umgangssprachlich „Konzert“) – wo gibt es das denn? Ja, tatsächlich in Hameln, in der heimischen, gar nicht so verschlafenen Musikszene.

veröffentlicht am 27.02.2017 um 08:55 Uhr

„Grau Ist Geil“ rockten im Lalu am Hfehof. Foto: cowi

Autor:

Cord Wilhelm Kiel
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Am Freitagabend rockten die vier Herren von GIG in der Traumfabrik Lalu am Hefehof und zwei einstündigen Sets ordentlich ab. Gedankt wurde es ihnen von einem sehr gut gefüllten Haus, viel Beifall und klasse Stimmung.

GIG ist bei dieser Band auch die Abkürzung von „Grau Ist Geil“ – in Anspielung auf das Alter der Musiker, aber sicherlich auch, weil die ergrauten Herren einfach gern auf der Bühne stehen, eben „Gigs“ spielen. Solche Wortspiele deuten an: Hier sind gebildete Menschen, drei von ihnen Lehrer (zwei schon im Unruhestand) am Werk, die nicht nur in ihren Fächern, sondern auch musikalisch was drauf haben. Mit dem Slogan „Classic Rock – fast wie vom Tonband!“ werben die vier Musiker. Der Kern der Band, bestehend aus Klaus Kawan (Bass) Rainer Schams (Keyboards, Gitarre, Gesang) und Gerd Schaefer (Drums, Gesang), hat schon etliche Jahre immer mal wieder zusammengespielt. Line-Up-Wechsel gab es in den letzten Jahren vor allem auf der Position des Leadgitarristen. Mit Ulli Besser – dem einzigen Nicht-Pauker – scheint nun die Idealbesetzung gefunden zu sein, denn man merkt, dass die Band harmoniert und Besser das Gesamtgefüge komplettiert. Der Leadgesang, der zwischenzeitlich durch eine Sängerin getragen wurde, was den Bandsound doch sehr verändert hatte, wird nun aufgeteilt. Das ist gut und macht das Programm interessant.

Das Programm besteht aus vielen ganz alten Nummern, wie Love Potion No. 9 aus dem Jahr 1956. Die meisten Songs gehen gut ab, allerdings finden sich auch viele entspannte bis ruhige Titel im Programm. Insgesamt ist die Auswahl gelungen, da man vieles nicht unbedingt erwartet. So ist von den Beatles mit „Things We Said Today“ eine eher unbekannte Perle im Set, von den Stones das ebenfalls nicht oft gespielte „Under My Thumb“. Einige Titel aus den späteren Kassetten- und CD-Zeiten sind auch dabei. Leider sind dies aber zum Teil dann im Formatradio totgedudelte 80er-Hits wie „Another Cup of Coffee“ von Mike & The Mechanics oder „Walk Of Life“ von den Dire Straits. Hier hätten härter rockende Titel, wie es sie in früherer Bandbesetzung in Form von AC/DC-Covern noch gegeben hatte, sicherlich mehr gezündet. Dafür wird mit Bowies „Space Oddity“ aber auch die ganz große Songkunst zelebriert.



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