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Edin Bajric lässt in der Galerie arche den Akt wiederauferstehen

Von Julia Marre

Hameln. Nur selten verharrt er im Stillstand. Und Pausen mag er gar nicht gern. Edin Bajric ist ein Arbeitstier, so scheint es. Gipsobjekte in Form angeschnittener Erdbeeren und Gurken produziert er in seinem Atelier gewissermaßen am Fließband. „Der ständig selbe Ablauf, die Wiederholungen haben für mich fast etwas Meditatives“, erklärt er. In der Galerie arche sind seit Freitagabend „etwa drei- bis viertausend Stück“ der weißen Objekte zu sehen, schätzt der 29-jährige Künstler.

veröffentlicht am 19.04.2009 um 10:40 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 06:41 Uhr

Edin Bajric
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Aber die als „Himmlisch“ betitelte Ausstellung zeigt weitaus mehr als den liebenswerten Massenauflauf an Früchten: farbenfrohe und doch unaufdringliche Malerei, minimalistische und doch kraftstrotzende Fotografien. Laudator Nils Schumacher nennt den Künstler einen „Schöpfer“ – und mit der sehr gelungenen Werkauswahl gelingt Bajric tatsächlich etwas Besonderes: Er lässt den Akt wieder auferstehen, in all seiner Intensität. Seine Gemälde mit Kreide und Acryl auf Leinwand zeigen Narziss – auch mal in Narzissengelb – dabei, wie er sich selbst den Spiegel vorhält, sich blendet in reizvollen Lichtspielen und getunkt in surrealistische Farbgebung. Die Fotografien hingegen erinnern mit ihren heroischen Posen an Skulpturen der Antike.

 

Zu sehen sind die Arbeiten Edin Bajrics in der Galerie arche, Kastanienwall 12, bis zum 10. Mai, immer mittwochs von 11 bis 13, samstags von 10 bis 13 und sonntags von 11 bis 14 Uhr.



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