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Sanfte Duette, eingängige Melodien: Gräfs CD „Torn out by the roots“

Durchs Folk-Rock-Land spaziert

Hameln. Wer seine neue CD gehört hat, weiß sofort, wo Eberhard Gräf musikalisch zuhause ist: Er ist ein Nachbar von Jethro Tull, wohnt in einer Straße mit den Beatles und Pink Floyd leben gleich in der Nähe. „Ich komme aus der Musik der Sechziger und Siebziger“, sagt der Allround-Musiker, der für „Torn out by the roots“ bis auf das Schlagzeug alle Instrumente im hauseigenen Studio selbst eingespielt hat. Sogar das Spielen der Mandoline hat er sich dazu angeeignet.

veröffentlicht am 12.06.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 02:21 Uhr

Eberhard Gräf

Autor:

Julia Marre
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Das Ergebnis, Gräfs dritte CD, kann sich hören lassen: die Vertonungen englischer Lyrik glänzen allesamt mit eingängigen Melodien und sind nicht nach Schema F komponiert. „Einige Songs habe ich schon in den 70ern geschrieben“, sagt Gräf. Damals, als er sich „noch nicht an englische Texte getraut“ hat. Damals, als er in Braunschweig sogar im Vorprogramm von Cream spielte. Damals, in der Zeit, in der er seine Inspiration tankte und verschiedenste Einflüsse sammelte.

So ist mit „A Game of Chess“ ein psychedelisch angehauchter Track vertreten. Dem „Nursery Rhyme of Innocence and Experience“ verpasst die Mandoline herrlich beschwingten Charakter. Der Opener „I am the Great Sun“ ist besonders melodischer Folkrock. Im keltischen Gewand zeigt sich die „Ballad for Katharine of Aragon“, jene Frau, die als bescheidene Königin von England im 15. Jahrhundert Geschichte schrieb. Und „On A Seeming To Pressure“ scheint der wohl rockigste Titel der Platte zu sein.

Mit „Innocent’s Song“ ist Eberhard Gräf, der „besonderen Wert auf mehrstimmigen Gesang“ legt, ein hinreißend schöner Ohrwurm gelungen: klangvoll und sanft. Die passende Anekdote zum überaus gelungenen Duett mit Gina Krause hat der Musiker auch parat. Bei einer Party sah er zufällig einen Auftritt der Sängerin mit der Schiller-Rockband. „Ich habe sie angesprochen, weil ich von ihrer Stimme fasziniert war“, sagt Gräf – und stellte fest, dass Gina nur ein paar Häuser weiter wohnte und ihr Musik ebenso viel bedeutet wie ihm.

Wie es jetzt weitergeht? „Ich hoffe, dass Gina mir noch erhalten bleibt“, sagt der Halvestorfer. Die nächsten zwei Songs fürs kommende Album sind schon in Arbeit.

Eberhard Gräf: „Torn out by the roots“ ist erhältlich bei Musik-Kaufmann, Bahnhofstraße 7, Hameln, Tel.: 0 51 51/ 137 71.



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