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Beim Orgelfest in Fischbeck gastierte Matthias Neumann

Durch Epochen und Regionen

Fischbeck. Mit 29 Jahren ist Matthias Neumann einer der jüngsten Orgelprofessoren Deutschlands. Seine erste Ausbildung erhielt er in seiner Heimatstadt Rinteln. Die Auszeichnung mit dem Bach-Preis der Stadt Leipzig 2012 und die Berufung an die Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth, ebenfalls 2012, waren Meilensteine seiner Karriere. Als Gast beim 16. Orgelfest im Landkreis Hameln-Pyrmont beeindruckte er die große Zahl der Zuhörer in der Stiftskirche zu Fischbeck mit einer Spielkunst, die den klanglichen Reichtum des Instrumentes für interpretatorische Meisterleistungen nutzte.

veröffentlicht am 18.09.2013 um 15:37 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

Christine Longère
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An eine Blütezeit der Orgelmusik erinnert das 1734 errichtete prächtige Gehäuse der Berner/Hillebrand-Orgel in Fischbeck. Ihr neues Innenleben, das sie 2007 erhielt, ist nach historischen Vorbildern am norddeutschen Barockstil orientiert und bietet dem Organisten Gestaltungsmöglichkeiten, deren weites Spektrum Neumann mit Virtuosität und musikalischem Feingefühl wirkungsvoll vorführte. Das Programm streifte für die abendländische Musikentwicklung wichtige Zentren wie Amsterdam und Wien und zeigte Wege auf, die von der Renaissance zur Klassik führten.

Fanfarenartig und überschäumend von Fröhlichkeit, bildete das durch den Wechsel von improvisatorischen Einschüben und fugierten Teilen belebte Präludium in G des Buxtehude-Schülers Nicolaus Bruhns einen effektvollen Auftakt. Als musikalisches Kabinettstück präsentierte Neumann Wolfgang Amadeus Mozarts Fantasie in f-Moll. Hervorragend gelang es dem Interpreten, das für eine mechanische Spieluhr komponierte Werk auf die Orgel zu übertragen.

Der kunstvollen Stimmführung in Johann Sebastian Bachs Triosonate Nr. 2 mit ihrem innigen Largo und dem fugenartigen Allegro verlieh Neumann anrührende Intensität. Frische und Klarheit kennzeichneten die Wiedergabe des von Bach für sein ureigenstes Instrument umgearbeiteten Konzertes in a-Moll von Antonio Vivaldi, dessen Solopart ursprünglich zwei Violinen zugeschrieben ist. Der dynamische Ablauf, der durch die Gegensätzlichkeit von Tutti und Soli bestimmt ist, ließ nichts an Prägnanz vermissen.

Heute wird das Orgelfest fortgesetzt: Um 19.30 Uhr gastiert Dirk Brödling aus Detmold in der Stadtkirche Bad Pyrmont. Sein Programm „Die Orgel erzählt Geschichten“ enthält Werke von Johann Kuhnau, Justin Heinrich Knecht und Julius Reubke. Der Eintritt ist frei; Anmeldung zum Konzerttransfer: 0 51 51/ 67 81 63.



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