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Das Trio „Tamigu“ mit abwechslungsreichem Konzert im Münster

Durch die Epochen gereist

Hameln. Ein kleines, aber feines Konzert zum Valentinstag gab das Trio „Tamigu“ im Münster St. Bonifatius: Tamara Buslova (Orgel), Michael Nachbar (Violine) und Günther Wiesemann (Orgel und Schlaginstrumente) stellten Musik aus verschiedenen Epochen vor.

veröffentlicht am 16.02.2009 um 18:06 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 11:41 Uhr

Das Trio „Tamigu“: Michael Nachbar, Tamara Buscova u

Autor:

Andrea Gerstenberger
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Der Hattinger Günther Wiesemann war nicht nur als Musiker von der Ruhr an die Weser gekommen, sondern zeichnete für die Hauptwerke des Programms auch als Komponist verantwortlich. „Inner circle II“, für große Orgel, Violine und Schlaginstrumente, spielte er an der großen Orgel, ehe er mitten im Stück an das Schlaginstrumentarium wechselte. Ein provozierendes Werk voller Brüche und Überraschungen, auf das man sich einlassen musste. Dann aber wurde es zum Hörerlebnis der schwebenden Töne, die man wunderbar im Kirchenschiff verfolgen konnte.

Melodischer, mit dem wiederkehrenden Grundthema aus dem Choral „Oh Welt, sieh hier mein Leben“, das von Orgel und Violine aufgegriffen wurde: sein Werk „caelis aeternis“. Dazwischen Romantisches aus dem Barock mit Tamara Buscova an der kleinen Orgel und dem Violinist Michael Nachbar, beide aus Dortmund. Bachs „Grave“, die Soloviolinsonate Nr. 2, BWV 1003, und besonders sehnsuchtsvoll das berühmte „Air“ von Johann Sebastian Bach aus der Orchestersuite BWV 1068. Die langen fließenden Töne der ergreifenden Harmonien versöhnten manchen mit der experimentell anmutenden Musik Wiesemanns.

Eine wunderbar virtuos gespielte Violine hätte im Allegro der Sonate Nr. 4 D-Dur von Georg Friedrich Händel begeistern können, wenn, ja wenn nicht die Akustik des Münsters davor gestanden hätte. Wie auch bei Fritz Kreislers „Präludium und Allegro im Stile Pugnani“, verschwammen die herrlich polyfon gespielten, temporeichen Töne zu sehr. Ein sehr abwechslungsreiches Konzert, das ein paar mehr Zuhörer verdient hätte.



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