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"Dschungelcamp": Wie Peer Kusmagks Sieg das TV-Format entlarvt

"Ich bin ein Star - holt mich hier raus": Das erfolgreiche TV-Format ist ebenso wie „Das perfekte Promi-Dinner“ oder „Frauentausch“ eine rundum inszenierte Show. Das weiß jeder, der einen Mehlwurm von einem Erdnussflip unterscheiden kann. Was ist echt? Was inszeniert? Im besten Fall hinterfragen das die Zuschauer – wenn sie von all dem Ekel, der ihnen in den Dschungelprüfungen serviert wird, nicht zu sehr abgelenkt werden. Dass gerade am Thema Inszeniertheit die Gruppe der „Prominenten“ in der jüngsten Staffel zerbricht und sich zerstreitet, ist irrwitzig. Dass auch noch Peer Kusmagk als einer der wenigen, die als aufrichtig und ehrlich dargestellt wurden, zum Dschungelkönig gekrönt wird, ist blanke Ironie. Ein Text von Julia Marre

veröffentlicht am 30.01.2011 um 14:27 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 03:41 Uhr

dschungelcamp
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"Ich bin ein Star - holt mich hier raus": Das erfolgreiche TV-Format ist ebenso wie „Das perfekte Promi-Dinner“ oder „Frauentausch“ eine rundum inszenierte Show. Das weiß jeder, der einen Mehlwurm von einem Erdnussflip unterscheiden kann. Was ist echt? Was inszeniert? Im besten Fall hinterfragen das die Zuschauer – wenn sie von all dem Ekel, der ihnen in den Dschungelprüfungen serviert wird, nicht zu sehr abgelenkt werden. Dass gerade am Thema Inszeniertheit die Gruppe der „Prominenten“ in der jüngsten Staffel zerbricht und sich zerstreitet, ist irrwitzig. Dass auch noch Peer Kusmagk als einer der wenigen, die als aufrichtig und ehrlich dargestellt wurden, zum Dschungelkönig gekrönt wird, ist blanke Ironie.

So erschreckend die Dschungelsucht des Fernsehpublikums auch ist – so beruhigend ist es doch, dass der menschlichste aller Camp-Bewohner den hölzernen Thron erklimmen durfte. Für ihn haben immerhin 69,77 Prozent der Zuschauer angerufen. Und schon seit vergangenem Dienstag, als die als Model titulierte Sarah Knappik die Show verließ, war der 35-jährige Moderator und Schauspieler seinen Camp-Kollegen in der Zuschauergunst bei weitem überlegen. „Scheinbar haben die Zuschauer toleriert, dass ich einfach nur ehrlich war“, wertet Kusmagk seinen Sieg. Wie viel seiner Ehrlichkeit gespielt war, vermag nur er ganz allein zu beurteilen. von Julia Marre

Lesen Sie den kompletten Bericht auf der Kulturseite unserer Montagsausgabe.




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