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Vielfältig: das Festival „Das Gelbe vom Ei“

Drogen, Tanz und Talkshows

HAMELN. Sie lamentieren, schreien sich an, recken die Arme nach oben, pusten Seifenblasen, drohen und diskutieren – äußerst lebendig, gesten- und dialogreich geht’s beim Kinder- und Jugendtheaterfestival zu, dass unter dem Motto „Das Gelbe vom Ei“ im Theater Hameln über die Bühne ging.

veröffentlicht am 24.06.2018 um 19:02 Uhr
aktualisiert am 24.06.2018 um 21:20 Uhr

Auch die inflationär gesendeten Talkshows wurden beim Kinder- und Jugendtheaterfestival zum Thema gemacht. Foto: geb

Autor:

Wilfried Gebauer
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Wie in den vergangenen Jahren hatten auch am Ende dieser Spielzeit Schulen und Theatergruppen aus Hameln und dem Landkreis Gelegenheit, sich beim Festival „Das Gelbe vom Ei“ mit einem erarbeiteten Stück zu präsentieren. Teilnehmer waren das Junge Ensemble des Theater Hameln, die Theater AG der IGS Bothfeld, Darsteller des Gymnasiusm Ernestinum Rinteln und die Theater AG des Viktoria-Luise-Gymnasiums Hameln.

Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 22 vom Jugendclub des westfälischen Landestheaters zeigten respektable und professionelle Leistungen auf den Brettern, die bekanntlich die Welt bedeuten. Sie demonstrierten ihr Können in dem Stück „Wer sich umdreht oder lacht“. Hier wurde durch minimale Dekoration große Wirkung erzielt. In kurzen Sequenzen wurde der Zuschauer mit aktuellen Themen wie Ausländerfeindlichkeit oder das Internet konfrontiert. Auch den allseits beliebten Talk-Runden im Fernsehen nahmen sich die jungen Akteure an. Eine gute Resonanz wurde dem Tanzworkshop im Theater zuteil; der Workshop Impro, Percussion und Bühnenkampf im Regenbogen erfreute sich guter Beteiligung.

Nach den Rintelnern gehörte der Theater AG des Hamelner Viktoria Luise Gymnasium die Bühne. Sie wartete mit einer beeindruckenden Adaption von Anthony Burgess‘ berühmten Roman „A Clockwork Orange“ auf, in dessen Mittelpunkt mit Alex ein intelligenter, aber sehr bösartiger Teenager steht, der Gewalt und Beethoven liebt. In der Gang namens „Droogs“ werden Drogen konsumiert, Schlägereien vom Zaune gebrochen und es kommt gar zu Vergewaltigungen. Alex soll geheilt werden und unterzieht sich dafür einem neuartigen Experiment. Ein packendes Stück!

Skurril verfremdet: eine Fahrt mit der U-Bahn. Foto: geb
  • Skurril verfremdet: eine Fahrt mit der U-Bahn. Foto: geb
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