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Brillanter Roots-Rock mit The Band of Heathens aus Texas

Drei Stunden Wurzelpflege

Hannover-Isernhagen. Was treibt fünf junge Burschen an, sich einmal die Woche in einem Club in Austin zu treffen, um Musik zu machen, die in den Charts wahrscheinlich nie stattfinden wird. Ohne Frage die Inspiration, die von den Altvordern ausgeht.

veröffentlicht am 11.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:41 Uhr

Autor:

Martin Jedicke
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The Band of Heathens vereint das Beste von allen: Den gefälligen mehrstimmigen Gesang mit Ohrwurmpotenzial der Eagles, das Rockige der Doobie Brothers, das Funkige von Little Feat und schließlich das Archaisch-Knarzige von The Band.

Daraus entsteht ein Countryrock, der manchmal unverschämt poppig gerät („Say“), ein anderes Mal eine bluesige Schlagseite erhält („Jackson Station“) oder ein wenig Gospel untermischt („Shine A Light“). Mit Ed Jurdi (Gitarre, Keyboards), Gordy Quist (Gitarre) und Colin Brooks (Gitarre, Lap Steel, Dobro) wuchert die Band mit drei famosen Sängern, die sich mitunter in den Strophen abwechseln, um im Refrain zueinanderzufinden, dann auch unterstützt von dem Bassisten Seth Whitney als vierte Stimme.

Mit Drummer John Chipman finden sie zu einem Sound zusammen, der die 250 Roots-Rock-Fans in der gut gefüllten Blues Garage in Hannover-Isernhagen zu einer dreistündigen Wurzelsuche einlädt, die sowohl Favoriten wie „One More Step“, „Bumblebee“ oder „Unsleeping Eye“ zutage fördert, als auch packenden Riffrock („Cornbread“) auf den Kompost wirft.

Aus dieser Erde, die in den USA besonders nährstoffreich ist, geht auch die formidable Vorgruppe Madison Violet hervor, deren Countryfolk-Bluegrass-Mix in Songs mündet, die von zwei wunderbaren Stimmen getragen werden, die sich trotz aller Unterschiede ergänzen wie bei Simon & Garfunkel, deren „Mrs. Robinson“ nahtlos zwischen die eigenen Lieder passt.

Und zum Schluss gibt es ein beseeltes „I Shall Be Released“ gemeinsam mit The Band of Heathens. Die hat sich in den dreieinhalb Jahren ihres Bestehens bereits eine ordentliche Fanbasis erspielt – Madison Violet sind noch zu entdecken.

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