weather-image
21°

Dietmar Wischmeyer: Von Arztsocken und Arschbomben

Von Julia Marre

Hameln. Er donnert, poltert, knurrt, schnauzt, zischt, ätzt, motzt, pöbelt und lästert – wäre Dietmar Wischmeyer eine Naturgewalt, müsste die Richterskala seinetwegen wohl neu definiert werden. Aber er ist ja keine. Sondern ein grollender Comedian, der mit seinem verbalen Dauerhagel und moddrig auflaufendem Hochwasser bis unter die Gürtellinie am Donnerstagabend dem begeisterten Publikum im ausverkauften Sumpfblumensaal eine Zugabe schenkt. Und noch eine. Und noch eine.

veröffentlicht am 06.11.2009 um 12:40 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:21 Uhr

wischmeyer
Weiterlesen mit Ihrem Digital-Abonnement
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Sich selbst bezeichnet Dietmar Wischmeyer als Fäkal-Humoristen – was wohl spätestens ab der Geschichte mit dem Kot-Präsent ans Finanzamt keiner im Saal mehr infrage stellen mag. Aber er ist mehr als das. Auch wenn das Publikum offensichtlich die skurril-derben Rollenspiele des Comedians herbeisehnt: den kleinen Tierfreund oder Günther, den Treckerfahrer. Am allerbesten jedoch ist Wischmeyer immer dann, wenn er seine mit scharfer Beobachtungsgabe aufgespießten und mit spitzer Zunge formulierten Alltagseigenheiten analysiert: den Eklat an der Grünschnitt-Deponie, den Samstagnachmittag an der SB-Autowaschanlage und die „Hommage an die Maueröffnung“ mit den Dechiffrierversuchen des „Homo Brandenburgiensis“.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare