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In „R.E.D.“ spielen Helen Mirren, John Malkovich, Bruce Willis und Morgan Freeman Rentner-Killer

Diese grauen Panther lassen’s richtig krachen

Es gibt Dinge, über die denkt man einfach zu wenig nach. Spione zum Beispiel. Wer schickt sie in Rente? Was machen die Pensionäre überhaupt mit ihrem Lebensabend? Stehen sie in der Küche ihrer Frau im Weg? Oder wohnen sie gar in einem Altersheim? Fragen über Fragen. Jetzt gibt Robert Schwentke, deutscher Regisseur mit Arbeitsplatz in Hollywood („Flightplan“, „Die Frau des Zeitreisenden“) endlich eine Antwort: „einmal Spion, immer Spion“, lautet diese.

veröffentlicht am 25.10.2010 um 17:01 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 11:41 Uhr

Die Waffen einer Frau: Victoria (Helen Mirren) mit Marvin (John

Autor:

Michael Ranze
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Die Abkürzung des Filmtitels „R.E.D.“ steht für „retired – extremely dangerous“, zu deutsch: „pensioniert, aber verdammt gefährlich“. Frank Moses (Bruce Willis) war früher mal Agent der CIA. Bezüglich Begabung und Abenteuern ist er durchaus mit James Bond zu vergleichen. Nun sitzt er in seinem spartanisch eingerichteten Haus und flirtet am Telefon mit Sarah (Mary-Louise Parker) von der Rentenkasse. Der Scheck sei wieder mal nicht gekommen. Plötzlich steht ein professionell ausgestattetes Killer-Team im Flur und schießt alles kurz und klein. Kein Problem für Frank, aber irgendwie hätte er schon gerne gewusst, wer ihm da ans Leder will. Darum klingelt er andere Pensionäre – Joe (Morgan Freeman), Marvin (John Malkovich) und Victoria (Helen Mirren) – aus dem Ruhestand, hakt das hübsche Mädchen von der Rentenkasse unter („Sie sind auch in Gefahr!“) und lässt sich von einem Russen (Brian Cox), der natürlich Ivan heißt, mit Schnellfeuerwaffen versorgen.

Mehr Aufmerksamkeit muss man der Handlung nicht widmen. Es geht um eine Verschwörung – „bis in höchste Regierungskreise“, wie man so sagt. Richard Dreyfuss ist der Böse und sieht aus wie Dick Cheney. Von nun an laufen die grauen Panther wild um sich ballernd durch den Film – und haben Spaß dabei. So wie der Zuschauer, der sich über coole Sprüche, selbstironische Schauspieler, perfekt inszenierte Action und allerlei anderen Unsinn amüsieren darf. Zu bedeuten hat das alles nichts. Die Erkenntnis, dass das Leben auch mit 50 noch weitergeht, ist tröstlich. Und dass man auf altersbedingte Berufserfahrung keineswegs verzichten sollte, ist ein hochaktuelles Thema der Beschäftigungspolitik. Am meisten freut man sich übrigens über das Wiedersehen mit Ernest Borgnine als CIA-Archivar. 93 Jahre alt ist er, seit 60 Jahren im Filmgeschäft und hat augenscheinlich noch immer keinen Bock aufs Altenteil. Einmal Schauspieler, immer Schauspieler.

„R.E.D.“ läuft morgen in der Vorpremiere um 20 Uhr im Maxx-Kino Hameln. Ab Donnerstag täglich um 14.45, 17 und 19 Uhr.



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