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Einführung von Karla Langehein und Jürgen Schoormann ins heutige Hamelner Konzert

Die Zauberflöte „auf Harmonie gesetzt“

Hameln. Nicht nur bei höheren Töchtern des Bildungsbürgertums des 18. und 19. Jahrhunderts erfreuten sich Bearbeitungen umfangreicher Orchesterkonzerte und Opern großer Beliebtheit. In einer Zeit, in der Konzertbesuche ein oft unerschwingliches Unterfangen waren und in der Musik nicht einfach aus dem Radio kam, waren „auf Harmonie“ gesetzte Bearbeitungen ein gern genutzter Weg, um die Werke großer Meister mittels selbst gemachter Musik zu genießen.

veröffentlicht am 23.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 09:21 Uhr

Autor:

Ernst August Wolf
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In bewährter Manier präsentierte Karla Langehein, assistiert von Jürgen Schoormann, den Zuhörern in ihrer Konzerteinführung die Mozartsche Zauberflöte einmal ganz anders – in einer im Stil der „Harmoniemusik“ gehaltenen Bearbeitung des österreichischen Musikers Johann Wendt (1745-1801).

Langehein beleuchtete die Auswirkungen, die banale Alltagsprobleme der damaligen Zeit auf die Gestaltung der Musik hatten, so erfuhren die Besucher nicht nur, dass die Obrigkeit schon über Mozarts „Figaros Hochzeit“ „not amused“ war, sondern auch der Stoff der Zauberflöte von einem Konkurrenten schneller auf die Bühne gebracht worden war.

Das Publikum konnte sich davon überzeugen, dass es mancher Arie, so sie auf eine Flötenstimme reduziert wird, hörbar an Dramatik mangelt, andere hingegen, wie die der Pamina, „auf Harmonie gesetzt“ fast noch brillanter als die ursprüngliche Gesangspartie anmuten.

Weit mehr als 40 solcher Bearbeitungen habe Johann Wendt verfasst, darunter, so Langehein, „einige absolute Bravourstücke“. Auch in der heute Abend im Theater beim 4. Konzert der Reihe „Dewezet Classics“ erklingenden „Zauberflötenbearbeitung“ werde „der Flötist ganz schön zu tun bekommen“, kündigte Langehein an.

Heute um 20 Uhr gastiert im 4. Hamelner Konzert das Staatsorchester Braunschweig mit einem Kammerkonzert von Mozarts „Zauberflöte“ im Theater.



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