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Hans Christoph Becker-Foss spielt Orgelchoräle von Franck und Reger

Die völlige Auflösung der Regeln

Hameln. Der Zeitraum der Romantik tritt am Ende in seine interessanteste Phase – dann, wenn sich die völlige Auflösung fast aller alten Regeln ankündigt. Im französischen Sprachraum steht dafür der späte César Franck, im Deutschen der 50 Jahre nach ihm geborene, jedoch nur 26 Jahre später als sein französischer Kollege gestorbene Max Reger, dessen 100. Todestag wir derzeit begehen. Bemerkenswerte Werke von beiden gehören nach wie vor zum Standardprogramm von Orgelkonzerten.

veröffentlicht am 06.03.2016 um 16:07 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Karla Langehein
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Dazu zählen „Drei Choräle für Große Orgel“, die Franck wenige Wochen vor seinem Tod vollendete. Ihnen stellte Hans Christoph Becker-Foss nun in seinem Benefiz-Konzert drei Orgelchoräle von Max Reger zur Seite. Das war höchst spannend, weil zwei von Grund auf unterschiedliche Formen des Orgelchorals in ihren jeweils landestypischen und stilistisch ebenso unterschiedlichen Registrierungen aufeinandertrafen.

Francks letztes Werk ist gekennzeichnet von permanenten Wechseln der Register, der Tempi, der Dynamik und einer ausufernden Harmonik. Und überdies ist es virtuos – besonders der dritte, an Bach’sche Toccaten erinnernde Choral. Das alles zusammen genommen, fordert und erwartet von jedem Organisten neben dem notwendigen spieltechnischen Können auch eine Interpretation, die den Hörer gefühlsmäßig an die Hand nimmt und ihm vermittelt, was hinter dem Notentext steht. Und das ist bekanntlich eine der Stärken von Becker-Foss. Die Hörer, die sich durch den noch im abendlichen Dunkel fröhlich fortgesetzten Mittelaltermarkt bis zur Kirchentür durchgekämpft hatten, wurden, wenn auch nicht mit Ohrwürmern, so doch mit einer besonderen Stunde der Orgelmusik belohnt und dankten dafür mit herzlichem Beifall. Die anstelle eines Eintrittsgeldes gesammelten Spenden werden für die Pflege der Marktkirchenorgel verwendet.



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