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ECHO-Preisträgerin Mirijam Contzen spielt am Dienstag im Hamelner Konzert

Die Violinistin, die gern in der Musik des Komponisten Korngold badet

Hameln. Wenn am Dienstag das Staatsorchester Braunschweig mit der Solistin Mirijam Contzen das Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold aufführt, können Theaterbesucher ein einmaliges Konzert erleben. Denn weder vorher kam das Werk in dieser Konstellation zur Aufführung, noch sind weitere Termine geplant. Mirijam Contzen, die im Konzert der Reihe „Dewezet Classics“ auftritt, wurde 2001 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Julia Marre sprach mit der Violinistin.

veröffentlicht am 14.01.2011 um 12:50 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 04:41 Uhr

Ist weltweit auf den großen Konzertpodien zu hören und seit zweieinhalb Jahren Mutter von Zwillingen: Mirijam Contzen.
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Frau Contzen, wer an deutsche Violinisten denkt, kommt an David Garrett kaum vorbei. Wie beurteilen Sie das Image, das er vom klassischen Künstler vermittelt?

Ich glaube, das sind zwei verschiedene Dinge. David Garrett spricht ein sehr, sehr großes Publikum an, das sonst nicht mit klassischer Musik in Berührung kommt. Ich habe mich mit seinen Stücken bisher nicht so richtig auseinandergesetzt. Aber er begibt sich auf den Weg zur Klassik. Und vielleicht erreicht er damit, dass manche Menschen hier und da ein bisschen intensiver in klassische Musik reinhören.

Also spaltet er die Klassikwelt auf in populäre Künstler und in den althergebrachten Betrieb?

Er spricht sicher einfach viele an, und die sind begeistert. Leute, die sich fragen: Was ist eigentlich klassische Musik? Vielleicht kann er tatsächlich Hörgewohnheiten aufbrechen. Aber es gibt schon sehr viel Show drum herum – das ist im klassischen Konzert nicht der Fall. Aber warum soll es das nicht geben? Ich finde, es ist eine gute Sache, wenn jeder seinen Weg geht.

Yehudi Menuhin bezeichnete Garrett als „größten Violinisten seiner Generation“ – wie sehen Sie das?

David Garrett hat ein unglaubliches geigerisches Talent. Er ist schon früh aufgetreten und hat sehr viele Erfahrungen gesammelt. Er gehört also zu den herausragenden Geigern seiner Zeit.

Sie begannen 1984 im Alter von sieben Jahren mit dem Unterricht bei Tibor Varga an der Musikhochschule Detmold. Auch der Komponist Erich Wolfgang Korngold, ein Wunderkind, hat früh angefangen und mit elf sein erstes Ballett komponiert. Verbindet solch ein ähnlicher Hintergrund?

Nein, denn wenn ich ein Werk studiere, dann blende ich die Person dahinter zunächst aus. Ich konzentriere mich ganz auf die Musik, beschäftige mich mit dem Notenmaterial und versuche erst einmal, den Inhalt auch ohne weitere Informationen zu begreifen und zu erforschen. Im weiteren Verlauf der Arbeit interessiere ich mich dann für die genauen Umstände, unter denen ein Werk entsteht.

Korngolds Werke erleben ja in jüngster Zeit eine Renaissance. Spielen Sie zum ersten Mal Stücke von ihm?

Nein, ich habe schon sein Streichsextett gespielt, ein früheres Werk.

Und: Wie gefallen Ihnen seine Konpositionen?

Es ist wirklich, wirklich fantastische Musik. Sie hat etwas Geniales in den Themen, ist vor allem auch unglaublich gut geschrieben. Man badet als Musiker einfach darin. Das ist begeisternd.

Lesen Sie das komplette Interview online auf www.dewezet.de.



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