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Der in Hameln geborene Künstler Sebastian Krüger stellt in der hannover gallery seine Karikaturen aus

Die Rolling Stones schätzen seine Werke

Hannover. Viele kennen ihn, aber so mancher Hamelner hat noch nichts gehört von Sebastian Krüger. Und doch ist dieser Künstler, 1963 in Hameln geboren, ein international anerkannter Maler und Karikaturist geworden, der die Prominenz der Welt auf sein Papier oder die Leinwand bannt.

veröffentlicht am 05.09.2013 um 17:49 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Klaus Zimmer
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Nach dem Studium der Freien Malerei an der HBK Braunschweig, als Meisterschüler bei Prof. Dörfler, machte er sehr bald – nicht nur im Inland – auf sich aufmerksam durch seine treffsicheren Presse-Titelbilder, als Illustrator und nicht zuletzt mit seinen gestalteten Plattencovers. Seine große Leidenschaft jedoch galt der Rock- und Pop-Kultur in den sechziger Jahren, denn zu ihr hatte der Maler ein, man kann sagen, rituelles Verhältnis: seine Modelle, die Gesichter, wurden zu einer Hommage an die Welt des schönen Scheins.

Schön ist aber auch zu entdecken, dass Krügers Bilder einem zweiten, einem dritten Blick standhalten. Dass sie – hat man sich einmal „eingelesen“ – ihren Betrachter herausfordern. Denn man kann die Charakter-Bilder dieses Maler-Psychologen nicht nur auf den ersten Blick erkennen, es sind vor allem Blätter, die den Betrachter sofort in das Bild hineinziehen, fasziniert von dieser so direkten, aggressiven Sprache, den vibrierenden, zupackenden Farbströmen und immer wieder den entscheidenden, zum Finale „aufgesetzten“ Drücker. Diese Menschen leben, sie springen dem Betrachter förmlich aus dem Malgrund entgegen.

Sebastian Krügers Werk, seine kreative Reflexion, die mediale Inszenierung und Ikonomanie der Bildproduktion sind in der Sprache seiner Zeit das herausragende Merkmal, das man in der Ausstellung der „hannover gallery“ nachvollziehen kann. Seine Konterfeis sind eine Liebeserklärung an eine Welt, die ihn mit seinen Karikaturen zu einem Star des New Pop Realism machte. Spiegel einer meisterhaften Handschrift eben, von Weltstars geschätzt und gesammelt, wie etwa von den mit dem Künstler befreundeten Rolling Stones.

„Hang-over and out“ heißt die Werkschau von Sebastian Krüger: In der hannover gallery, Seelhorststraße 29, zu sehen bis 24. Oktober: mittwochs und donnerstags von 14 bis 19 Uhr, freitags von 14 bis 18 Uhr. Weitere Informationen: www.hannover-gallery.de.



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