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Roxette feiern ihr Comeback bei der Nokia Night of the Proms in Hannover

Die musikalische Promenadenmischung

Hannover. Als Olja Yasenovskaya das erste Mal einen Roxette-Song hörte, war sie 13 und lebte im sibirischen Chabarowsk. Eine Audiokassette „vom Schwarzmarkt“. Egal. Nun, 16 Jahre später, sitzt die Pressesprecherin der Fachhochschule Hannover in der TUI Arena und wartet ungeduldig auf ihre Helden. Die meisten der 9000 Besucher der Nokia Night of the Proms fiebern dem Auftritt des schwedischen Popduos entgegen, das nach der Krebserkrankung von Sängerin Marie Fredriksson fast ein Jahrzehnt Pause gemacht hat.

veröffentlicht am 17.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:41 Uhr

„It must have been love“: Marie Fredriksson und Per

Autor:

Uwe Janssen
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Die anderen Künstler des Abends deshalb als Beiprogramm abzutun, wäre ungerecht. Da ist Heaven 17. Das britische Duo gehörte in den 80ern zur Synthiepop-Avantgarde. An diesem Abend lassen sie sich ihre Hits wie „Come live with me“ und „Temptation“ vom Proms-Orchester „Il Novecento“ zu wahren Songmonstern aufblasen.

Christina Stürmer kommt mit Ballade und Rocksong („Ich lebe“), und den Respekt, den man zwischen Großorchester und Großkulisse durchaus haben darf, hat die junge österreichische Sängerin schnell abgelegt.

Dann ist es soweit. Olja Yasenovskaya, die bislang interessiert zugehört hat, schaltet auf Mitmachstatus um. Sie hat das schon bei der Proms-Nacht in Frankfurt erlebt. Egal. Zwischen Fan und Band spielen sich Dinge ab, die man nicht erklären kann. Marie Fredriksson wird mit einer Hebebühne aus dem Boden gefahren, viel pompöser, als es zu der zierlichen 51-Jährigen mit dem blonden Kurzhaarschnitt passt. Aber solch eine Inszenierung passt in den Bombastrahmen des Abends. „Wish I could fly“ ist eine Ballade, Fredrikssons Duopartner Per Gessle schwingt die Gitarre, und das Publikum ist von der Rückkehr der schwedischen Hitmaschine, die Moderator Uwe Bahn nicht zu Unrecht als „Comeback des Jahres“ ankündigt, bis in den obersten Winkel entzückt, berührt, begeistert oder alles zusammen.

Nach der Pause gibt’s üppigen Nachschlag. Trotzdem fällt es schwer, sich auf den hünenhaften Vollbartträger Alan Parsons zu konzentrieren. Der Produzent von Rockmonumenten wie Pink Floyds „Dark Side of the Moon“ singt „Eye in the Sky“ und dann, zusammen mit dem Sänger P. J. Olsson, „Silence and I“ – als Hommage an seinen musikalischen Partner Eric Woolfson, der vor wenigen Tagen verstorben ist.

Vielleicht gut, dass dann Pause ist – in der man gleich Karten für den 15. Dezember 2010 bestellen kann. Das Programm steht noch nicht fest, aber wird schon passen. Die Katona Twins, ungarische Gitarristen, intonieren „Stairway to Heaven“, es singt John Miles sein One-Hit-Wonder „Music“. Das Orchester haut ein paar Klassikhits wie die „Diebische Elster“ und den „Bolero“ raus, bevor es zum Roxette-Showdown kommt. Jetzt tanzt Marie auf der Bühne, jetzt tanzt ihr Fan Olja vor der Bühne. „The Look“, „It must have been Love“, „Joyride“ und „Listen to your Heart“ – die Geigen jubilieren, die 9000 auch.



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