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Die Mensch-Maschine: Ein Film unterhält mit Facebook-Hintergrund

Von Michael Ranze

Auf Facebook offenbaren Menschen ihre intimsten Geheimnisse einem angenommenen Kreis weniger Freunde. Tatsächlich aber können oftmals Hunderte Unbekannte mitlesen, Fotos kommentieren und ihnen völlig fremde Menschen auf diese Weise digital ausspionieren. Wie es zu dem Phänomen Facebook kam, das ergründet jetzt ein Kinofilm. Davin Fincher hat ihn gedreht - bekannt wurde er mit Projekten wie "Sieben" oder "Fight Club". Und herausgekommen ist dabei ein spannendes Mosaik mit einem Nerd als Hauptfigur.

veröffentlicht am 06.10.2010 um 17:26 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 13:21 Uhr

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Von Michael Ranze

Auf Facebook offenbaren Menschen ihre intimsten Geheimnisse einem angenommenen Kreis weniger Freunde. Tatsächlich aber können oftmals Hunderte Unbekannte mitlesen, Fotos kommentieren und ihnen völlig fremde Menschen auf diese Weise digital ausspionieren. Wie es zu dem Phänomen Facebook kam, das ergründet jetzt ein Kinofilm. Davin Fincher hat ihn gedreht - bekannt wurde er mit Projekten wie "Sieben" oder "Fight Club". Und herausgekommen ist dabei ein spannendes Mosaik mit einem Nerd als Hauptfigur.

Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) ist, diesem Film zufolge, ein ziemlicher Scheißkerl: unsympathisch, arrogant, eitel, arbeitswütig, ehrgeizig, geldgierig und neurotisch. Gleich zu Beginn liefert er sich mit seiner Freundin eloquent und selbstverliebt eine absurde Unterhaltung, die sich immer weiter hochschaukelt – bis das Mädchen zutiefst verletzt die Bar verlässt. Dass dieser egomanische Soziopath  Facebook erfinden würde, ein virtuelles Netzwerk, bei dem einem die Freunde nur so zufliegen, gehört zu den großen Ironien. Und nicht nur zu denen dieses Films, sondern des Internets und der damit verbundenen Start-up-Unternehmen.

Dabei bricht der Regisseur die Chronologie der Erzählung durch Rückblenden und Perspektivwechsel auf – mit verwirrendem Ergebnis: Nicht sofort ist klar, worum es eigentlich geht. Wie soll man die vielen Informationen einordnen? Wie wichtig sind die einzelnen Charaktere? Doch mehr und mehr setzen sich die disparaten Teile zu einem interessanten, hochspannenden Mosaik zusammen, das Fincher mit gewohnter Verve und Brillanz inszeniert hat.

Lesen Sie die komplette Rezension in unserer Donnerstagsausgabe. "The Social Network" läuft ab Donnerstag, 7. Oktober, täglich um 16.45 und 19.45 Uhr im Maxx-Kino Hameln, am Freitag und Samstag auch um 22.30 Uhr.



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