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So hat die Background-Sängerin das Pink-Floyd-Projekt erlebt

Die Mauer fällt um 22.41 Uhr

Hameln. Ein weißer Vorhang erstreckt sich in künstlichen Nebel gehüllt entlang der Bühne. Bunte Lichter umspielen wild den Stoff, auf den das Bild eines Gerichtsprozesses projiziert wird. Wie das Publikum darauf reagiert? Wir Musiker hinter dem Vorhang wissen es nicht. Nur die Stille, die sich unter den Zuschauern verbreitet, nehmen wir wahr. Fast fühle ich mich, als wären wir abgeschnitten von der Außenwelt, getrennt durch eine Mauer. Ich stecke mitten in der Geschichte von „The Wall“.

veröffentlicht am 17.09.2012 um 18:18 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Sina-Mareike Schulte
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Als ich am frühen Freitagabend in den Backstagebereich der Sumpfblume komme, spüre ich die Aufregung in der Luft. Wie Sardinen in der Büchse stehen wir 18 Musiker auf engem Raum. Während ich mit den anderen Background-Sängerinnen noch einmal die schwierigsten Mehrstimmigkeiten ansinge, trifft Keyboarder Patrick Dadaczyinski letzte Vorbereitungen für die Videoshow. Das Pink-Floyd-Projekt ist zurück und präsentiert das komplette Konzeptalbum „The Wall“, inklusive Original-Bühnenshow.

Als wir zu den Instrumenten greifen, entführt die Musik nicht nur die 420 Zuschauer, sondern auch mich mit bekannten Songs wie „Another Brick in the Wall“ und „Comfortably numb“ in die Welt des jungen Pink, dessen Geschichte die 26 Songs erzählen. Ich bin so gebannt von den großartigen Gitarrensoli von Clemens Boehncke und dem starken Auftritt des Sängers Maximilian Haberer, dass ich aufpassen muss, meine Einsätze nicht zu verpassen.

Bei „Goodbye cruel World“ verschwindet das Publikum hinter einem Vorhang. Er symbolisiert Pinks Entschluss, sich von der Welt abzuwenden. Beinahe habe ich das Gefühl, in der Haut des Protagonisten zu stecken. Deshalb bin ich etwas erleichtert, als die Mauer fällt und die Bläser den Song „Outside the wall“ anstimmen. Die Unsicherheit, wie das Publikum die Show aufnimmt, weicht Freude. Denn die Zuschauer fordern zwei Zugaben. Teil des Pink-Floyd-Projekts zu sein, war für mich wieder ein musikalisches Highlight – auch hinter dem Vorhang.



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