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Wahnsinnsauftritt: „Die Happy“ spielen und spielen und spielen in der Sumpfblume

Die längste Konzertpraline der Band

Hameln. Der Frühling ist da. Na gut, draußen ist er noch nicht angekommen. Aber in der Gemütsschaltzentrale der Konzertbesucher, die am Donnerstagabend mit Die Happy in der Sumpfblume zweieinhalb Stunden lang geschunkelt, gesungen, gerockt und geschwoft haben, hat er sich eingenistet. Denn heiterer und freudestrahlender als dieses kann ein Konzert kaum sein. Oder, um es mit Udo Jürgens zu sagen: „Und immer, immer wieder geht die Sonne auf“. Da kann es vor der Tür noch so schütten…

veröffentlicht am 27.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 08:41 Uhr

Singt von roten Ampeln, Spielzeug und Geburtstagskerzen: Marta J

Autor:

Julia Marre
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Zwar haben Die Happy mit ihren gepfefferten Rocksongs à la „Supersonic Speed“ und „Goodbye“ schon mal das Sumpfepublikum versorgt. Aber diesmal war alles anders. Kein sattes Rock-Programm, kein Unplugged-Konzert, sondern ein Akustikset präsentierten die sieben Musiker im gut besuchten Saal: mit Kontrabass, Akustikgitarren, Percussions, Keyboards, Schlagzeug und Gesang. Und letzterer war in der stromsparenden Konzertvariante besonders elektrisierend: Fabelhaft nuancenreich singt Marta Jandová mit ihrer klaren, hellen, aber auch tiefen, rauen Stimme. Wenn sie inmitten der rot leuchtenden Ikea-Lämpchen nicht gerade Geschichten erzählt – von neuen Lieblingsschuhen, von Hunden in Kantinen, vom Tourbus in der Autowerkstatt oder von der immer mal wieder zu zahlenden 3-Euro-Abwrackprämie für die Fehlerkasse.

Aber es gibt ja auch Musik. Und sogar jede Menge: ein romantisches „Still love you“, einen ausgereizten „The ordinary song“, ein melancholisches „Slow Day“ zum Mitsingen, ein inniges „Perfect“. Als Ode an die britischen Wegbegleiter Skunk Anansie ein zart gecovertes „Hedonism“. Und Songs, die unverhofft in Singles der Foo Fighters oder der Schweden Mando Diao umschlagen. „Wir haben andere Welthits geschrieben“, sagt Gitarrist Thorsten Mewes lächelnd. Und mehr noch: Mit ihrem sympathischen Wahnsinnsauftritt haben Die Happy an diesem Abend so etwas wie Konzertgeschichte geschrieben. „So lange standen wir noch nie auf der Bühne“, stutzt Frohnatur Marta am Ende und ist happy. Dann, nach einer Zugabe und noch einer und noch einer, gehen sie aus, die roten Lämpchen.



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