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Ein kostbares Instrument: Im Münster wurde die Chororgel eingeweiht

Die Kleine spielt mit der Großen

Hameln. Glückwunsch! Nach ihrer Überholung und Neueinstellung durch die bewährte Orgelwerkstatt Hillebrand ist die „neue alte“ Chororgel zu einer instrumentalen Kostbarkeit geworden und wird künftig als gewichtige Bereicherung der Hamelner Kirchenmusik in Erscheinung treten. Einen ersten Eindruck von der Schönheit des Instruments erhielten die zahlreichen Hörer, die am Sonntagabend der freundlichen Einladung des Kirchenvorstands zum Konzert und einer kleinen, liebevoll vorbereiteten Feier anlässlich der Einweihung der „Kleinen“ gefolgt waren.

veröffentlicht am 24.01.2011 um 15:10 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 04:21 Uhr

Autor:

Karla Langehein
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Mit einer abwechslungsreichen, auch aus diesem Grunde reizvollen Auswahl von Werken für eine oder zwei Orgeln praktizierten Hans Christoph Becker-Foss und Maria Potaschnikova die alte Technik des alternierenden Orgelspiels, bei dem ein Positiv und eine große Orgel miteinander spielen. Eine Art des Musizierens, die auf den uralten respondierenden Chorgesang zurückgeht, bei dem die Chöre auf sich meist gegenüberliegenden Emporen standen. Die alten Kirchenbauer berücksichtigten das in ihren Plänen – was in Deutschland vielleicht am schönsten zu sehen ist in der Nürnberger St.-Lorenz-Kirche, die sogar über drei Orgeln verfügt.

Leider sind im Hamelner Münster die Verständigungsmöglichkeiten der beiden Musiker vor allem wegen des durch die große Entfernung der Instrumente voneinander extremen Nachhalls stark eingeschränkt. Gleichwohl: Es machte ganz einfach Freude, zuzuhören. Im Übrigen: Wer vorher glaubte, die „Kleine“ könne mit der „Großen“ nicht mithalten, irrte gewaltig. Ihr Registerreichtum ist erstaunlich – nicht zahlenmäßig, sondern bezüglich der Zusammenstellung der Register, die in einem überraschenden Klangvolumen viele Farben und Färbungen zulassen. Becker-Foss demonstrierte das an zwei Beispielen, den Choralvariationen „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ und Johann Gottfried Walters „Meinen Jesum lass ich nicht“. Das weckte Neugierde und Freude auf eine weitere Begegnung mit diesem schönen Klang.



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