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Die Jungfrau von Ingelheim

Von Michael Ranze

Kollege kommt gleich!“ Unter dieser oder ähnlichen Überschriften war in der jüngeren Vergangenheit so einiges über „Die Päpstin“ zu lesen. Volker Schlöndorff machte Sönke Wortmann auf dem Regiestuhl Platz, Franka Potente überließ Johanna Wokalek die Titelrolle, John Goodman, der hier einen waschechten Papst spielt, wollte verduften, wurde aber mit dem Versprechen der Regressforderung zurückgelockt. Goodman scheint sich gerächt zu haben: Mit seinen Pausbacken will er den waffenstrotzenden Bowling-Spieler aus „The Big Lebowski“ oder den Feuerteufel aus „Barton Fink“ nicht vergessen machen – was in diesem Zusammenhang schon etwas Subversives hat. Es ging also um Geld, Verletzungen und den guten Ruf. Viel Porzellan wurde da zerbrochen. Und noch eine andere Tatsache könnte den Blick auf den Film verstellen. Allein über fünf Millionen Deutsche haben den gleichnamigen Roman von Donna Woolfolk Cross seit 1996 gekauft, seitdem ist eine Diskussion um die Frau, die als Papst Johannes Anglicus im neunten Jahrhundert der katholischen Kirche vorgestanden haben soll, entbrannt: Mythos oder Legende, Märchen oder Wahrheit?

veröffentlicht am 21.10.2009 um 18:02 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:41 Uhr

Päpstin
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Wortmann schürt in Interviews diese Ambivalenz: Nicht auszudenken, wenn diese Geschichte auch noch wahr (und der Film darum gut) wäre. Die mächtige Constantin unter der Fuchtel von Bernd Eichinger, seit „Der Name der Rose“ besonders erfahren in der kinogerechten Aufbereitung dicker Bücher, war wieder federführend. Man muss sich also um den Erfolg des Films keine Sorgen machen.



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