weather-image
Hohe Kunst in der Keramik Galerie Faita in der Alten Marktstraße mit Arbeiten von Gudrun Sailer

Die Harmonie von Plastik und Tafelbild ist perfekt

Von Hans-Joachim Trippler

veröffentlicht am 25.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:21 Uhr

Gudrun Sailer bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie Faita
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hameln. Ganze zwei Dutzend Keramikgalerien gibt es in Deutschland (Ost und West). Dass eine davon in Hameln steht, nehmen die Bürger diese Stadt (auch solche, die sich Kunstfreunde nennen) kaum wahr. Man möchte sie allesamt einmal in die am Wochenende in der Galerie Faita in der Alten Marktstraße 45 eröffnete Ausstellung der Arbeiten von Gudrun Sailer schicken, wo sie schlagartig ihre Vorurteile gegen dieses „Kunstgewerbe“ abbauen könnten.

„Hohe“ Kunst – „profanes“ Gewerbe

Die leidige Trennung von „hoher“ Kunst und „profanem“ Gewerbe – auch Kunsthandwerk genannt – existiert leider immer noch. Sie ist auch dann nicht gerechtfertigt, wenn die Arbeiten der Kunsthandwerker einem praktischen Gebrauch dienen.

Bei Gudrun Sailers Figuren kommt eine Verwechslung mit Gebrauchstöpferei gar nicht erst auf. Es sind Terrakotta-Skulpturen von hohem künstlerischen Rang, und da die Künstlerin auch Malerin und somit in der angeblich höheren Kunst zu Hause ist, verbietet sich diese Katalogisierung von selbst.

Ausgangspunkt aller ihrer Figuren ist der Mensch. Nicht von ungefähr ist Gudrun Sailer auch Kunsttherapeutin, kennt den Menschen in seinen Stärken und Schwächen. Die findet man in den vollplastischen Menschenkörpern wieder – einzeln oder in Gruppen.

Daneben stehen Köpfe, oft mit klaffenden Gesichtern, bestürzend und doch faszinierend. Auch einige abstrakte Gebilde – die Künstlerin nennt sie Fragmente: An ihnen kann man ihre Arbeitsweise am besten studieren. Sie fertigt feste „Bausteine“ in Form on Teilstücken und setzt die zum „Skelett“ zusammen. Mit einer weicheren Masse wird die Figur dann plastisch ausgeformt.

Ein sparsamer Farbauftrag vollendet die Arbeit – Farben, die auch wieder ihre Gemälde bestimmen und auch hier arbeitet sie in einer Collage verwandten Mischtechnik. Die Harmonie von Plastik und Tafelbild ist perfekt.

Die Ausstellung ist montags bis freitags jeweils von 10 bis 13 Uhr sowie 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt