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Die Abschlussklasse: Junge Künstler zeigen Keramiken in Hameln

Von Hans-Joachim Trippler

Hameln. Diesmal war alles ein wenig anders bei der Vernissage der Keramik-Galerie Faita: Die Verlegung des Termins mit Rücksicht auf das Winterwetter (die zahlreichen Besucher wussten es zu danken), Margret Faitas Verzicht auf ihren fachkundigen Einführungsvortrag zugunsten der Künstler(innen), die ihre Vorstellungen kurz erläuterten. Und schließlich die Zahl der Beteiligten: Wo gewöhnlich Arbeiten von einem oder höchstens zwei Künstlern präsentiert werden, sind es diesmal sechs!

veröffentlicht am 22.02.2010 um 14:43 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:21 Uhr

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Die Galeristin brachte doch tatsächlich das Kunststück fertig, eine enorme Anzahl von Objekten in dem zwar gemütlichen, aber nicht gerade großen Raum derart geschickt unterzubringen, dass alle Beteiligten ausreichend Platz fanden, ihre persönliche Handschrift zur Geltung zu bringen.
 Dass daraus ein harmonisches Ganzes wurde, lag sicherlich auch daran, dass sich hier eine geschlossene Gemeinschaft vorstellte: Absolventen der Fachschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen, Abschlussjahrgang 2009. Dass es nach Höhr-Grenzhausen und Leipzig die dritte Station überhaupt ist, beweist den Ruf, den die Hamelner Galerie genießt.
 Schön auch, dass Dirk Staiger, dessen Wandobjekte mit ihrer blaugrünen schuppigen Oberfläche eine tiefe Ruhe ausstrahlen, das Töpferhandwerk in Bad Pyrmont erlernte.
 Freie Formen bestimmen das Bild der Ausstellung: Nur Kerstin Eckert vertritt die Gefäßkeramik, leicht und hell und mit einem sparsamen Dekor in duftigen pastellenen Farben.
 International ist die Besetzung: HyeRan Lee kommt aus Korea – einem Land, dessen Keramik einen hohen Ruf hat. In der Farbe sparsam, legt sie in ihren oft an Meeresgetier erinnernden Objekten allen Schwung in die Form. Anna Gröber kommt aus Frankreich. Ihre auf Drahtgeflechte montierten kleinen Keramikkugeln sind äußerst lebendig und originell. Ebenso ihre halbkugeligen „Hocker“ für Leute, die nicht still sitzen können.
 Beate Hausen bringt ihre Idee – den Gegensatz von Natur und Kunst – wohl am deutlichsten zum Ausdruck: Aus rauem Felsgestein erheben sich kubistische „Bauten“.
 Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Externen: Berthold Josef Zawazki mit zwei großen Torsi – beim „Piano“ sind der Figur die Tasten auf den Leib geschrieben.

 4 Die Ausstellung „Positionen“ ist bis zum 13. März zu sehen in der Keramik-Galerie Faita, Alte Marktstraße 45: montags bis freitags von 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung.

 



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