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Beinahe magisch: Der Roman „Kruso“

Deutscher Buchpreis für Favorit Lutz Seiler

Frankfurt. In den vergangenen Tagen kamen dann doch Zweifel: Ist der Wirbel um Lutz Seilers ersten Roman „Kruso“ zu groß? Könnte sich die Jury des Deutschen Buchpreises doch gegen diesen Roman entscheiden, der seit Wochen als Favorit für die Auszeichnung galt? Doch die Zweifel waren unnötig: Am Montagabend hat Seiler in Frankfurt den Deutschen Buchpreis 2014 erhalten. Der Favorit hat gewonnen – zu Recht.

veröffentlicht am 07.10.2014 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:41 Uhr

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Der Autor habe poetisch und sinnlich und in einer fast ins magische gehenden Sprache den Sommer 1989 auf der Insel Hiddensee beschrieben, lobte die Jury. Der Roman erzählt von jenem Kruso und ein paar anderen Leuten, die auf der Ostseeinsel ein Leben jenseits der DDR-Normen zu führen versuchen. Solch eine fast ins Magische gehende Sprache kennt man von dem 51-Jährigen, der in erster Linie Lyrik schreibt.

2007 stellte Seiler in Klagenfurt seine verrätselte Reiseerzählung „Turksib“ vor. Wobei seine Texte ihre Kraft und Schönheit erst so richtig entfalten, wenn der Autor sie vorliest – ruhig und in seinem sanften Thüringer Dialekt.

Auf der sogenannten Shortlist für den Buchpreis standen Angelika Klüssendorf, Gertrud Leutenegger, Heinrich Steinfest, Thomas Hettche und Thomas Melle. Sie erhalten jeweils 2500 Euro; an Seiler gehen 25 000 Euro. Sein Verlag, Suhrkamp, kann jetzt reichlich „Kruso“-Exemplare drucken lassen: Der Deutsche Buchpreis gilt als Ehrung, die die Verkaufszahlen kräftig ankurbelt. Jeder ausgezeichnete Roman wurde ein Verkaufserfolg.

Von Martina Sulner



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