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Jennifer Lawrence brilliert als leicht verlebte Selfmade-Millionärin in „Joy – Alles außer gewöhnlich“

Der Traum vom Mopp

Joy (Jennifer Lawrence) hat es nicht leicht. Alles muss sie selber machen, Arbeit, Haushalt, Kindererziehung, und die Sippschaft ist keine große Hilfe: Mutter Terry (nicht wieder zu erkennen: Virginia Madsen) liegt den ganzen Tag im Bett und glotzt TV, Daily Soaps vor allem. Joys Ex-Mann Tony (Edgar Ramirez), ein südamerikanischer Schnulzensänger, wohnt in Ermangelung einer anderen Behausung im Keller. Dort nistet sich bald auch ihr Vater Rudy (Robert De Niro) ein, der sich seit der Scheidung von Terry von Blind Date zu Blind Date hangelt, vermittelt von einer Telefonagentur. Doch dann kommt der jungen Frau beim Putzen der Küche die Idee: Wie wäre es, wenn sich der Wischmopp selbst auswringen würde und die leidgeplagte Hausfrau sich nicht mehr die Finger schmutzig machen müsste?

veröffentlicht am 31.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:36 Uhr

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Autor:

Michael Ranze
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Gesagt, getan. Mit Hilfe von Neil Walker (Bradley Cooper), Manager beim Shopping-Sender QVC, wird der neue Wischmopp nach einigen Anlaufschwierigkeiten zum Verkaufsschlager. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Patentrechte, Kredite, Marketing, Vertrieb – Joy muss einige bittere Lektionen lernen. Doch sie gibt so schnell nicht auf.

Der neue Film von David O. Russell, der mit Jennifer Lawrence und Bradley Cooper schon „Silver Linings“ (2012) und „American Hustle“ (2013) gedreht hatte, entwirft zunächst ebenso rasant wie komisch das Bild einer dysfunktionalen Familie mit sehr schrägen Figuren, kunterbunten Traumsequenzen, Rückblenden im Retro-Chic und lauter Musik, von „I Feel Free“ bis zu „Mama Told Me Not To Come“. Doch spätestens mit der Erfindung des Wischmopps, der auf die wahre Geschichte der US-Millionärin Joy Mangano zurückgeht, bewegt sich der Film im Fahrwasser eines Thrillerdramas, bei dem es um Intrigen und Betrug geht.

Die Hauptlast des Film liegt bei Jennifer Lawrence, die hier ein wenig prollig und erschöpft rüberkommt – um dann doch den amerikanischen Traum zu leben und sich mit ihrer Ehrlichkeit durchzusetzen. Nicht zu vergessen die illustre Starriege, zu der auch noch eine sichtlich gealterte Isabella Rossellini und Diane Ladd zählen, die als Oma gelegentlich das turbulente Geschehen aus dem Off kommentiert. Sehr unterhaltsam.

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  • Die bucklige Verwandtschaft: Elisabeth Röhm, Robert De Niro und Isabella Rossellini (v. li.)

„Joy – Alles außer gewöhnlich“ läuft im Hamelner Maxx-Kino tägl. um 20.30 Uhr, Fr., Sa., Mo. und Di. auch um 17 Uhr, Fr. und Sa. auch um 23.15 Uhr. Silvester läuft der Film um 16.15 und 19.35 Uhr.



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