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Die Abenteuerkomödie „The Green Hornet“

Der Superheldenfilm mit Anti-Superheld

Eigentlich ist Britt Reid (Seth Rogen) ein selbstverliebter Hallodri, der gern ordentlich Party macht und schon mal die Namen der Mädels vergisst, mit denen er vergangene Nacht das Bett teilte. Doch nach dem plötzlichen, mysteriösen Tod seines Vaters (Tom Wilkinson), der einem mächtigen Verlagsimperium in Los Angeles vorstand, muss er wohl oder übel die Geschäfte übernehmen. Sein wichtigster Vertrauter: Kato (Jay Chou), den er vor allem wegen seiner Kaffeekochkünste schätzt. Doch der Gehilfe kann noch mehr, Kung Fu zum Beispiel oder Autos bauen, die vor Waffen und anderem Schnickschnack nur so strotzen. Da hat Britt die Idee: Er will als maskierter Rächer namens The Green Hornet, begleitet von Kato, nachts auf den Straßen von L.A. für Recht und Ordnung sorgen. Anderntags steht dann alles, recherchiert von der schönen Leonore (Cameron Diaz), in seiner eigenen Zeitung. Doch einer hat etwas dagegen: Superverbrecher Benjamin Chudnofsky (Christoph Waltz), der bislang die Unterwelt kontrollierte.

veröffentlicht am 14.01.2011 um 12:50 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 04:41 Uhr

Der Superverbrecher: Benjamin Chudnofsky (Christoph Waltz).

Autor:

Michael Ranze
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The Green Hornet? In Deutschland ist er so gut wie unbekannt, in den USA geisterte der Anti-Superheld bereits in den 30er Jahren durch das Radio. Später trat er als Comic-Held, in den 60ern sogar als Fernseh-Star auf. Seth Rogen, als Schauspieler bekannt aus „Beim ersten Mal“ und „Superbad“, verantwortete zusammen mit Evan Goldberg das Drehbuch und schrieb sich die Rolle auf den Leib. Das beginnt sehr witzig mit launigen Dialogen, die Britt Reid als überheblichen Hedonisten ausweisen. Erst langsam erkennt er, dass – welch wunderschöner Einfall – Kato der eigentliche Superheld des Films ist. Doch mit zunehmender Dauer beginnt Seth Rogens eitle One-Man-Show doch an den Nerven der Zuschauer zu zerren. Regisseur Michel Gondry, sonst bekannt für Eigenwilliges wie „Vergiss mein nicht!“ und „Abgedreht“, fährt ordentlich auf. Das Set-Design ist, ähnlich wie in den „Batman“-Filmen, beeindruckend. Die Autos sehen umwerfend aus. Die Action ist perfekt inszeniert. Doch die 3D-Effekte verärgern durch Unschärfen und mangelnde Tiefe. Und irgendwann wird man vom Overkill des Budenzaubers mit all seinen technischen Sperenzchen und der endlosen Abfolge von mehr oder weniger gelungenen Gags förmlich erschlagen.

„The Green Hornet“ ist ab sofort täglich um 17.15 und 20 Uhr im Maxx-Kino Hameln zu sehen, heute auch um 22.45 Uhr. Lesen Sie auch das Interview mit Cameron Diaz auf Seite 65.



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