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Was der Japaner Yoshio Kuriki ab Freitag in der Galerie arche zeigt

Der Künstler als Klimaforscher

Hameln. Große Papierbahnen liegen auf dem Fußboden, umgeben von Häufchen abgefriemelter Klebeband-Rückseiten. Hier ein Grüppchen. Dort ein Grüppchen. Dazwischen kniet und hockt und steht noch ein Grüppchen: Japaner. Fünf Herren, die seit Anfang der Woche die Galerie arche bestücken. Einer von ihnen ist der 62-jährige Yoshio Kuriki.

veröffentlicht am 11.09.2012 um 18:06 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Julia Marre
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Es ist seine erste Einzelausstellung in Deutschland. Möglich gemacht haben sie die Stadtsparkasse Hameln und die Niedersächsische Sparkassenstiftung mit einer Förderung. „Wir freuen uns, dass die arche Yoshio Kuriki für Hameln begeistern konnte“, sagt Dr. Sabine Schormann, Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. Und Alois Drube, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse, gratuliert der arche zum 60. Geburtstag.

Fünf Objekte aus Keramik und Gussstahl sowie rund 100 Einzelarbeiten, die in zwei Bildgruppen arrangiert sind, hat der Künstler mitgebracht. Ist er nun mehr ein Bildhauer oder ein Maler? „Bildhauer“, sagt Kuriki. Der Künstler in beigefarbenem Shirt und roter Jeans tritt einen Schritt zurück. Still betrachtet er die Wand, an die seine Helfer eifrig die Bilder kleben. Ist alles stimmig? Alles ausgewogen? Seine Lippen scheinen etwas zu flüstern, ohne dass er spricht. Er beobachtet still.

„Die Kunst von Yoshio Kuriki hat eine beruhigende Wirkung“, erklärt sein Galerist Yoshinari Taguchi von der Galerie Taguchi Fine Art. Das sei bei der Kunstmesse in Tokio aufgefallen: Während die Atmosphäre dort laut und bunt war, hatten Kurikis Bilder eine sehr ruhige Ausstrahlung. „Die Besucher haben sich förmlich erholt, als sie seine Bilder angesehen haben“, sagt der Galerist.

Erholen können sich die Besucher ab Freitag auch in der arche. Denn Kuriki, der die Räume der Galerie am Haspelmathturm vorab schon gesehen hat, hat ausschließlich Bilder ausgesucht, die er für sehr passend hält. Die durch ihre Elemente und die Hängung die Vorzüge der Räume betonen. Es sind ausnahmslos Zeichnungen, mit Ölfarbe auf ungerahmter Leinwand. Lange haben der Künstler und seine Helfer getüftelt, um das vollkommene Arrangement zu erzielen.

Kuriki lehnt mit verschränkten Armen an der Säule im Ausstellungsraum. „Besonders gespannt“, sagt er, „bin ich darauf, wie die Arbeiten in diesem Klima, in Deutschland, von den Besuchern akzeptiert werden.“

Die Vernissage in der arche beginnt am Freitag, 14. September, um 20 Uhr.

Auf dem Pappteppich: Yoshio Kuriki sitzt vor einem seiner Keramik-Objekte. Foto: are



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