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Ricardo Fernando ist Ballettchef am Theater Hagen und zeigt demnächst mehrere seiner Choreografien in Hameln

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Hameln. Schon als junger Tänzer in Brasilien war er eine Ausnahmeerscheinung – jetzt sucht er als Choreograf nach neuen Ausdrucksmitteln: Hagens Ballettchef Ricardo Fernando. Eine von vielen Stationen in Deutschland: Bremerhaven, wo er aus einer Ballett-Brache eine florierende Sparte machte und so auch Hamelns Theaterchefin, Dorothee Starke, auffiel. Und Starke, vom Tanztheater begeistert, will Ballett-Aufführungen im Hamelner Spielplan ausbauen. Mit Ballett, wie es von Ricardo Fernando verkörpert wird. Und auch neue Spielorte sucht.

veröffentlicht am 22.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 06:41 Uhr

Stellte sich den Fragen der Freunde des Theaters: Ricardo Fernan

Autor:

Richard Peter
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Seit 16 Jahren ist er in Deutschland, seit 2003 mit seiner Compagnie Ricardo Fernando in Hagen. „Man braucht“, wie er sagt, „drei Jahre um seine Compagnie und das Publikum aufeinander einzustellen“. Er habe es allerdings immer schon im ersten Jahr geschafft, wie er, nicht ganz ohne Stolz, erzählt.

Und Komplimente nicht nur an Hamelns Theaterleiterin – Komplimente auch an Deutschland, das er als Brasilianer keineswegs für „so kalt hält“ und auch nicht für „unbeweglich“, wie so oft unterstellt wird. „Nirgends“, sagt er, seien die Theater so voll wie hier. Umso mehr bedauert er und findet es „traurig, wie viel Kultur auch hier kaputt geht“.

Bereits für die kommende Saison hat Theaterdirektorin Dorothee Starke das Hagener Ballett mit zwei Choreografien an drei Abenden eingeladen und stellte eine enge Zusammenarbeit mit Fernandos Compagnie in Aussicht.

Auf die Frage, ob erst die Idee für eine Choreografie oder die Musik ausschlaggebend sei, antwortete er diplomatisch mit „beides“. Bekennt aber: „Ich komme nie in den Ballettsaal ohne Musik. Und „manche Musik“, wie er sagt, brauche allerdings Zeit. So habe er bei Ravels „Bolero“ zwölf Jahre warten müssen, bis er dieses Stück realisieren konnte. Eindeutig Fernandos Bekenntnis für das Publikum, das Choreografen bei ihrer Arbeit nie vergessen dürften.



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