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Tournee-Premiere des „Don Karlos“ am Freitagabend im Theater begeistert gefeiert

Den Schiller als Schiller gespielt

Hameln. „Seht Leute, wie schlecht ihr lebt“, heißt es bei Tschechow – aber auch an Philipps spanischem Hof, Jahrhunderte davor, lebt es sich ebenfalls nicht gut. Ganz im Gegenteil. Da läuft so ziemlich alles schief, was nur schief laufen kann, seit Papa Philipp II. seinem Filius aus Staatsraison die geliebte Braut ausspannte und geheiratet hat. Fazit: drei Unglückliche. Don Karlos, der einmal Dom Karlos war, bevor er zum Don Carlos wurde und am Freitagabend bei der Tournee-Premiere im Theater Hameln wieder Don Karlos. Elisabeth von Valois, die jetzt mit dem König das Bett teilen muss – das sie viel lieber mit Karlos teilen würde – und auch der Monarch, der spürt, wie ungeliebt und einsam er ist. Auch wenn er sich an der Eboli schadlos hält, die ihrerseits in Karlos verknallt ist und zur Diebin und Verräterin wird, bevor sie in Klostermauern verschwindet. Und Marquis Posa? Dieser „sonderbare Schwärmer“ – auch wenn das gestrichen war am Freitagabend – spielt ein gefährliches Spiel, das er verliert. Auch sein Leben. Karlos und Elisabeth werden vom Großinquisitor kassiert. Auch keine guten Aussichten.

veröffentlicht am 10.11.2013 um 15:33 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Richard Peter


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