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Höllentempo bei Danny Boyles mit Oscars preisgekröntem Filmwerk „Slumdog Millionär“

Dazu ein emotionales Bombast-Finale

Ein junger Mann gewinnt in der indischen Variante von „Wer wird Millionär“ den Hauptpreis. Warum? A) Er ist ein Betrüger. B) Er ist ein Genie. C) Er hat Glück. D) Es steht geschrieben.

veröffentlicht am 27.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 08:41 Uhr

Szene aus „Slumdog Millionär“

Autor:

Frank Westermann
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Acht Oscars, darunter den für den besten Film des Jahres und den für die Regie: „Slumdog Millionär“ hat rund um die Welt einen Siegeszug angetreten, der seine Erklärung auch aus dem Ende nimmt: Hier wird alles gut, hier findet zusammen, was zusammen gehört – schon nach wenigen Minuten nimmt der Film eindeutig Fahrt in Richtung Happy End auf.

Erzählt wird auf drei Zeitebenen die Geschichte zweier Brüder, die in den Slums von Bombay groß werden. Ihre Wege trennen sich: Der Ältere schlägt eine Gangsterkarriere ein, der Jüngere arbeitet in einem Callcenter als Teejunge. Als er bei „Wer wird Millionär?“ auftritt, will er nur sein Mädchen wiederfinden. Er weiß nichts, er ist ungebildet, aber er kann die Antworten aus den Abenteuern seines Lebens ableiten.

Hollywood liebt seither diese Gewinner-Geschichten im Geiste des Rocky Balboa – und wer sich in der Realität durchsetzt und gegen alle Widerstände einen höchst erfolgreichen Film realisiert, wird gerne mit einer Schubkarre voller Auszeichnungen belohnt: Seht her, es geht doch.

Natürlich hat auch „Slumdog Millionär“ diesen unwiderstehlichen, rauschhaften und alles mitreißenden Rhythmus, der seit „Trainspotting“ zum Markenzeichen von Regisseur Danny Boyle wurde: In einem Höllentempo jagt er den Zuschauer durch die Geschichte. Ungeheuer charmant entladen sich abschließend alle Gefühle in einem emotionalen Bombast-Finale.



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