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Kammerorchester fonte di musica im Münster

Das Tor zu nostalgischen Gefühlen weit geöffnet

Hameln. Was für ein Kontrast! Draußen auf dem Weihnachtsmarkt Gedränge, Gewusel und lautes Stimmengewirr. Drinnen im Münster Ruhe, entspannende Stille und Musik, die lebendiger Bestandteil der Jahreszeit ist. Wolfgang Kohlhaußen und seine musikalischen Mitstreiter haben ein Weihnachtspaket voller traditioneller Inhalte geschnürt: Werke von Händel, Vivaldi, Manfredini, Corelli und Pachelbel.

veröffentlicht am 14.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:41 Uhr

Spielte zwei Zugaben: das Kammerorchester fonte di musica. Ahren

Autor:

Manfred Ahrendt
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Das erste Päckchen enthielt ein Concerto grosso von Händel und ein erstes Highlight des Abends. Besonders überzeugend gelang die Interpretation des zweiten und die des dritten Satzes, und in der Musette erhob sich die einschmeichelnde Melodie feinsinnig über den einfühlsam angepassten Begleitstimmen.

Vivaldi darf in einem weihnachtlichen Musikpaket nicht fehlen. Die solistischen Elemente im Concerto G-Dur wurden nahtlos in das Gefüge eingebaut. Das getragene Tempo im Andante erlaubte es den Zuhörern, alle Feinheiten voll auszukosten.

Was zur Weihnachtszeit Pfefferkuchen für den Gaumen bedeutet, ist für die Ohren das Concerto grosso C-Dur Manfredinis, das Weihnachtskonzert aller Weihnachtskonzerte. Mit den ersten wiegenden Takten des ersten Largo wird das Tor zu nostalgischen Gefühlen weit geöffnet, das Werk ein Ohrenschmaus.

Nach der Pause dann der berühmte Kanon D-Dur von Pachelbel. Er lebt vom Gegensatz des grandios daherschreitenden Motivs des ostinaten Basses und der lebhaften Bewegtheit der Oberstimmen. Wenn man sich ganz der Ausdruckskraft der Bassbewegung hingibt, kommt das große Ganze ein wenig ins Schleppen, und die Gegenbewegung verliert an Eleganz und Spritzigkeit – so im Konzert geschehen. Mancher Zuhörer mag die ruhigere Interpretation bevorzugen.



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