weather-image
11°

Wie „Scream“ im 21. Jahrhundert ankommt

Das Phantom des Kinos schlägt zurück

Wiedersehen mit alten Bekannten. 15 Jahre ist es her, dass Wes Craven mit „Scream – Schrei“ das sogenannte Teenie-Slasher-Horror-Movie in die Erfolgsspur beamte. Nun wagt er sich an eine dritte Fortsetzung. Warum auch nicht? Schließlich haben allein in Deutschland 5,1 Millionen Zuschauer die Teile eins bis drei gesehen. Da können noch gern einige hinzukommen, um ihr Geld an der Kinokasse zu lassen.

veröffentlicht am 04.05.2011 um 15:52 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:41 Uhr

270_008_4516611_ku101_0505.jpg

Autor:

Michael Ranze
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Zehn Jahre sind seit den grauenvollen Ereignissen in Woodsborough vergangen. Nun kehrt Sidney Prescott (immer noch: Neve Campbell) in ihre Heimatstadt zurück. Der Grund: Sie hat ihre traumatischen Erlebnisse in einem Buch verarbeitet, das sie promoten will. Doch ausgerechnet am Tag der Lesung wird eine Mitschülerin von Sidneys Nichte Jill (Emma Roberts) vom berüchtigten Ghostface-Killer abgemurkst. Man ahnt es schon: Es wird nicht die einzige Leiche bleiben. Sheriff Dewey (David Arquette), der zwischenzeitlich die Reporterin Gale (Courteney Cox) geheiratet hat, hat wieder alle Hände voll zu tun. Und die Einzige, die helfen kann, ist Sidney.

Regisseur und Produzent Craven bedient sich wieder der erprobten Genre-Elemente: Es gibt eine Kleinstadt in der Provinz, junge, gutaussehende Menschen als Protagonisten und einen verrückten Serienkiller mit Hang zur Telefonitis. Das beginnt durchaus vielversprechend mit einem köstlich-überraschenden Auftakt, der immer kuriosere Volten schlägt. Doch kaum sind alle Charaktere eingeführt und der Mörder losgelassen, gibt es das übliche Geschlitze und Gespritze. Craven gefällt sich dabei in zahlreichen Verweisen, die auf das eigene Werk, aber auch das Genre selbst zurückblicken. So will der Killer, so viel darf verraten werden, die Morde des ersten Teils nachstellen und per Webcam filmen, um sie dann ins Internet zu stellen. Ein Remake für das 21. Jahrhundert sozusagen. Dabei geht es natürlich auch um Ruhm und Selbstdarstellung: Wenn man schon mit dem Küchenmesser meuchelt, soll es auch jeder sehen. Doch so originell ist dieser doppelte Boden gar nicht: Schon die anderen Fortsetzungen spielten mit dem Motiv „Film im Film“ und stellten selbstreferentielle Bezüge her. „Ein Remake sollte niemals das Original verhunzen“, heißt es an einer Stelle. Ein Rat, den Craven selbst nicht befolgt hat.

„Scream 4“ läuft ab heute auch im Maxx-Kino Hameln: täglich um 17.15 Uhr (außer montags), um 19.45, morgen und am Samstag auch in der Spätvorstellung um 22.30 Uhr.

Beliebtes Karnevalskostüm und gefürchteter Gefährte: Der Ghostface-Killer verbreitete schon in den anderen drei „Scream“-Filmen Angst und Schrecken.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt