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Sascha Riemenschneider remixt Song von Jeanette Biedermann

„Das Original höre ich mir nur in den seltensten Fällen an!“

Hameln. Er agiert im Hintergrund, die Musik steht im Vordergrund – und mit ihr oftmals national bekannte Stars aus der Musikbranche. Der Hamelner Musikproduzent Sascha Riemenschneider, der gerade mit dem Remix des Rosenstolz-Hits „Gib mir die Sonne“ einen Erfolg in der Clubszene landete (wir berichteten), arbeitet erneut für eine bekannte Künstlerin. „Ich habe gerade die neue Single von Jeanette Biedermann gemixt“, sagt er.

veröffentlicht am 02.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 23:41 Uhr

Arbeitet seit sieben Jahren professionell als Musikproduzent: Sa

Autor:

Julia Marre
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In erster Linie die Vocals

Wie man an so einen Auftrag herankommt? „Universal Music ist nach dem Rosenstolz-Mix an mich herangetreten und hat angefragt, ob ich das übernehmen kann.“ Die aktuelle Single der Berliner Sängerin, „Material Boy“, hält Riemenschneider für eine der besten, die sie bisher veröffentlicht hat – auch wenn er sich vor seinem Arrangement das Original gar nicht so genau anhört. „Für die Arbeit interessieren mich in erster Linie die Vocals“, so Riemenschneider. Unter den Gesang legt er dann neue Melodien, spielt Beats ein und lässt das Ergebnis auf sich wirken.

Zwischen Hip-Hop und Techno

Vorgaben, in welche Richtung so eine Clubversion musikalische gehen sollte, gibt es vom Auftraggeber nicht. „Mir stehen alle Türen offen.“ So habe er auch schon Versionen arrangiert, die den Spagat zwischen Hip-Hop und Techno wagen. Riemenschneiders „Material Boy“ ist mit sechs Minuten wesentlich länger als das Original. „Das liegt auch daran, dass ich für die DJs, die den Song ja auflegen sollen, eine Einlauf- und Auslaufrille einplanen muss.“ Das heißt: Am Anfang und am Ende der Version dominieren Beats und Drums, damit der DJ den Track so auflegen kann, dass er sich nahtlos an andere anschließt.

Wie lange der Produzent an einem Arrangement sitzt, ist ganz unterschiedlich. „Mal dauert es nur zehn Minuten, mal aber auch eine ganze Woche“, so Riemenschneider, der nach seinen bisherigen Erfolgen davon träumt, „auch international etwas zu machen“. Für welche Künstler? Das ist für ihn nebensächlich. „Alle, die Musik lieben, können zu mir kommen“, sagt der erfolgreiche Hamelner Musikproduzent , der von Retorten-Bands und Castingshow-Stars wenig hält.

Seine Einflüsse sind vielseitig und stammen aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen. Zurzeit hat Sascha Riemenschneider die US-Rockband Foo Fighters für sich entdeckt. „Bei denen kann ich aber wohl kategorisch ausschließen, dass in der Technoszene etwas läuft…“

Wer sich mit Dancemusic vertraut machen möchte, findet im Internet auf www.beatport.com jede Menge House-, Soul-, Elektro- und Technotracks.



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