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Mit Running Gag im Weserberglandzentrum: Jörg Knör spielt fast drei Stunden lang

Das Multitalent und der „Zuschaueransturm“

Hameln. Er war im Alter von 15 Jahren jüngster Kandidat bei „Am laufenden Band“, mit 17 jüngster Fernsehansager und mit 18 jüngster Parodist und Showmaster Deutschlands. Er ist ein absolutes Multitalent und zudem charmant und witzig: Jörg Knör. Trotz allem war das Weserberglandzentrum am Samstag beim ersten Gastspiel des bekannten Entertainers in Hameln halb leer: Nur knapp 150 Zuschauer kamen sich im großen Saal fast ein wenig verloren vor. Jörg Knör war seine Enttäuschung ob dieser „übersichtlichen“ Zuschauerzahl anzumerken – dem Spaß, den die wenigen Fans bei seinem Auftritten hatten, tat dies aber keinen Abbruch.

veröffentlicht am 29.08.2011 um 17:28 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 09:41 Uhr

Zeichnet nicht nur Angela Merkel, sondern unterhält sein Publikum auch prima: Jörg Knör.  Foto: cowi

Autor:

Cord Wilhelm Kiel
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Ganz im Gegenteil: Es ist selten, in einer so gemütlichen, geradezu intimen Atmosphäre einen so begnadeten Allrounder zu erleben. Der „Zuschaueransturm“ wurde spontan zum „Running Gag“ des Abends, der unter dem Motto „Alles nur Show“ stand. Knör war mit der S-Bahn („der S 5, da gibt es genau zwei Plätze in der ersten Klasse!“) angereist. Davon, dass im Bahnhof so viele Plakate für seinen Auftritt warben, war er begeistert. „Vielleicht sitzen jetzt tausend Leute im La Sol im Bahnhofsgebäude und warten auf meinen Auftritt?“, wunderte er sich. Die geringe Zuschauerfrequenz zeigte: Bist Du weg von der Mattscheibe, vergessen Dich die Leute. Fernsehauftritte Knörs sind eine Seltenheit geworden.

Leider, denn es gibt in Deutschland kaum einen vielseitigeren Entertainer. Während seines fast dreistündigen Auftrittes singt, tanzt, spielt, zeichnet und musiziert der 52-Jährige, dass es eine wahre Freude ist. Die Zuschauer kommen kaum aus dem Lachen heraus. In rasanter Folge wird mal zum Instrument, mal zum Zeichenstift gegriffen. So entstehen Porträts im „Dalli-Dalli“-Stil, Soli an Saxofon und Blockflöte, Stand-up-Einlagen und Gesangsdarbietungen. Das Herzstück seines Auftritts ist und bleibt aber die Parodie. Denn es gibt zumindest in Deutschland keinen besseren Stimmimitator und Sprachakrobaten als den gebürtigen Wuppertaler.

Berühmt wurde er durch seine Parodie auf Inge Meysel, die natürlich nicht fehlen darf. Von gestern ist Jörg Knör deswegen noch lange nicht. Auch Stars und Politiker aus der Gegenwart oder Menschen des öffentlichen Lebens bekommen ihr Fett weg. Herausragend sind die Veralberungen von Mario Barth, „Maddin“, Desiree Nick und Udo Lindenberg. Wie hervorragend der 52-Jährige bei Stimme ist, zeigen nicht nur seine Stimm- oder Geräuschimitationen, sondern auch die Gesangseinlagen. Denn die Abschlussnummer „Das Supertalent“ in bester Freddy-Sahin-Scholl-Manier beweist: Auch Jörg Knör ist ein Mann mit (mindestens) zwei Stimmen.



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