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Musikalische Komödie „Die Drei von der Tankstelle“ im Theater

Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder – hoffentlich!

Hameln. Fast schon ein bisschen programmatisch: „Das gibt’s nur einmal“ und: „Das kommt nicht wieder...“ Was einem spontan einfällt zu „Die Drei von der Tankstelle“ mit der Burghofbühne Dinslaken mit dem Kinohit von 1930 am Freitagabend im Theater Hameln: Ganz lieb, ein bisschen bieder, altbacken – und pardon: langweilig. Und irgendwie traurig, dass Theater nach Romanen jetzt auch auf filmische Erfolgshits zurückgreift und für die Bühne wiederbelebt. Das kann nicht ganz gut gehen – auch wenn es nicht ganz schlecht geht.

veröffentlicht am 01.11.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:41 Uhr

Autor:

Richard Peter
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Drei junge Herren sind überraschend pleite, die Wohnung leergeräumt und nur das Auto vom Kuckuck unbeklebt. Und weil Autos ohne Sprit nicht fahren, übernehmen die drei Freunde – Motto: „Ein Freund, ein guter Freund....“ praktischerweise eine Tankstelle.

Besonders den Willy

Dazu gesellt sich noch eine junge Dame, die alle drei, dank Schichtwechsel, kennenlernt und lecker findet – besonders den Willy. Daraus entstand nichts weniger als ein Kultfilm mit Lilian Harvey, Willy Fritsch und Heinz Rühmann. Eine Filmoperette – und für damals ziemlich neu und ungewohnt – und sehr modern und das, was man einen Bombenerfolg nennt. Und dazu: weil Deutschland damals schon mal Wirtschaftskrise probte, so etwas wie ein Trostpflaster. Lang, lang ist’s her. Nostalgie, die nicht viel Freude macht, so sehr sich die drei Freunde Willy (Ulrich Meyer-Horsch), Hans (Jonas Müller) und Kurt (Lef Scheele) auch abmühen und Iris Kunz als Lilien ganz bezaubernd ist.

Da rieselt einfach zu viel Staub aus dem Schnürboden und nur manchmal gelingt es den drei Musikern, Tilman Wohlleber (Klavier), Nil Imhorst (Kontrabass) und Tobi Lessnow (Schlagzeug) die Langeweile zu durchbrechen, die altersschwer auf der musikalischen Komödie lastet, die doch eigentlich so viel Parallelen zu heute haben könnte und sich mit einem wenig gelungenen Kabaretteinschub begnügt.

Wie gesagt: ganz nett, aber furchtbar vorbei und von vorvorgestern.

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