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Die filmische Biografie „Hilde“ erzählt emotional von Erfolg und Misserfolg der Knef

Das ganze Leben ist eine Rätselshow

In Berlin lächelt Heike Makatsch seit Wochen von beinahe jeder Litfaßsäule herab, auch bei „Wetten dass…?!“ saß die Schauspielerin bereits auf dem Sofa der schlechten Unterhaltung – keine Frage: Die Erwartungen an die millionenschwere Kinoproduktion „Hilde“ sind hoch. Sehr hoch.

veröffentlicht am 24.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 09:21 Uhr

Wie Hildegard Knef ist auch die Heike Makatsch eine passable &bd

Autor:

Julia Marre
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Mit seiner filmischen Biografie über die Knef gelingt Regisseur Kai Wessel („Die Flucht“) eine berührende Zeitreise in schönen Bildern; die anspruchsvolle Expedition in die Welt einer zerbrechlichen und zugleich kämpferischen Frau beinhaltet Gänsehautmomente, ebenso jedoch unzugängliche Phasen, die bloß kurz abgehakt werden.

Es ist Heike Makatsch, die den Film trägt. Sie, die einstige Musiksendermoderatorin mit der großen Klappe, zeigt neben Monica Bleibtreu, Michael Gwisdek und dem charmanten Kinoneuling Dan Stevens eine erfreuliche schauspielerische Leistung: Mal kesse Berliner Schnauze, mal zarte Schüchternheit, wechselt sie die Launen schneller als die künstlichen Wimpern. Wann das Selbstbewusstsein der Figur angeknipst ist und wann es nur gespielt ist, lässt sich kaum unterscheiden. Die Sängerin und Schauspielerin, die Heike Makatsch verkörpert, bleibt bis zuletzt rätselhaft – und das ist gut so. Wer kann schon nach 137 Minuten Film, der 20 Jahre deutsche Geschichte schreddert, ein so komplexes Leben verstehen?!

„Hilde“ ist zeitweise ein trümmergrauer Kriegsfilm, dann wieder eine Dauerwerbesendung für Zigaretten – meist aber eine emotionale Historie. An der anachronischen Erzählweise stört nur eines: die Versatzstücke mit Knef-Zitaten, die stummfilmähnlich eingebaut werden und die vor- und zurückspringende Handlung arg zerstückeln.

„Hilde“ läuft im Maxx-Kino heute um 20 Uhr, ab morgen täglich außer Sonntag und Montag um 17.15 Uhr.



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