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Mutz und Leo Miner Band rocken die Sumpfe

Das etwas andere Konzert zu Weihnachten

HAMELN. Besinnliche Klänge suchte man an diesem Abend vergeblich beim schon traditionellen Weihnachtskonzert in der Sumpfblume. Vielmehr ging es mit dem auf der Gitarre und mit rauem, prägnantem Gesang interpretierten Nazareth Titel „This flight tonight“ gleich so richtig los. Der Sänger und Songwriter Mutz aus Celle brauchte an diesem Abend nicht lange, um die mehr als 200 Zuhörer in seinen Bann zu ziehen.

veröffentlicht am 27.12.2018 um 14:38 Uhr

Leo Miner and Band haben beim traditionellen Weihnachtskonzert wieder einmal begeistert. Man merkte es: hier spielen gute Freunde zusammen. Foto: hx

Autor:

Peter Höxter
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Bereits beim zweiten Song „Reaper“, einer Eigenkomposition, klatschte der Saal begeistert mit. Der inzwischen 34-jährige Mutz stand bereits mit 11 Jahren auf der Bühne und diese Erfahrung merkte man ihm an. Kerniger, eigenständiger Sound und eine tolle Stimme überzeugten auf Anhieb. Hartwig (65) aus Hameln versäumt kaum ein Weihnachtskonzert und ist Kenner der Szene. „Ich kannte Mutz nicht und war gespannt. Der Junge ist richtig gut und kommt sympathisch rüber.“ Das war auf den Punkt genau das, was man überall im Publikum hörte. Sympathisch rüber kamen dann auch Leo Miner und Band, die das diesjährige Konzert unter die Überschrift „Freundschaft“ gestellt hatten. In der Formation mit Leo Miner (Gitarre/Gesang), Ricardo Erdmann (Drums), Federico Erdmann(Gitarre/Gesang), Robert Kiok (Lead-Gitarre), Kevin Kessing (Bass) und „Matze“ Nolting (Saxophon), eröffneten sie ihren Part mit dem Dylan Song „Highway 61 Revisited“ und zeigten mit dessen flotter Linie, das dieser Abend keine Stille Nacht würde.

Und eins merkte man ganz deutlich: hier standen tatsächlich gute Freunde auf der Bühne. „Wir hatten schon beim – oft spontanem – Proben viel Spaß, es war alles sehr entspannt und wir freuen uns auf das Konzert“ sagte vor dem Auftritt Sänger und Komponist Leo Miner, der sich selbst bescheiden als „Capo-Gitarrist“ bezeichnet. „Und heute spielen wir viele Coversongs die wie immer schon mal spielen wollten“.

Das machten sie mit Bravour und trafen mit den Songs von Bob Dylan, Mudcrutch – -einer Rockband aus Gainesville in Florida – oder Tom Petty and the Heartbreakers, die aus Mudcrutch hervorgegangen sind, genau den Nerv des Publikums. „Wir haben keinen Favoriten dabei, es sind alles Songs die wir mögen“, so Leo Miner im Dewezet Gespräch. Doch nicht allein die Coversongs bildeten klanglich eine Linie, sondern zwischendrin auch immer wieder eigene Kompositionen wie „Heading for Nowhere“ oder „Too Many Miles“. Begeisterung gab es nicht allein bei den – teils gar nicht so bekannten Songs- oder den Gitarrensoli, sondern auch bei den Saxofoneinlagen von „Matze“ Nolting, den Leo Miner bei der Bandvorstellung aufgrund der langen Verbundenheit als „blasendes Inventar“ vorstellte – sehr zur Erheiterung im Saal. Verbundenheit gab es jedoch nicht nur innerhalb der Band, sondern auch zwischen Band und Publikum. Viele bekannte Gesichter der Hamelner Musikszene gaben sich ein Stelldichein und so wurde dieses Konzert wieder einmal zum Familientreffen der Hamelner Musikliebhaber. Es wurde nebenbei geklönt, getanzt, oder wie beim Klassiker von den Stones „ You Can´t Always Get What You Want“ textsicher mitgesungen. Und vor allem wurde die Musik genossen, bei der kaum jemand still stehen konnte. Nach vielen Stunden handgemachter Musik neigte sich leider auch dieser erneut unvergessliche Abend mit dem von Leo Miner sensibel interpretierten Song „Time to Move On“ von Tom Petty in Richtung des neuen Jahres dem Ende zu. Was bleibt, ist der Glanz in den Augen des Publikums und der Wunsch, dass ganz schnell wieder Weihnachten ist, um erneut so ein Weihnachtskonzert hören zu können.

Hartwig (65) aus Hameln versäumt kaum ein Weihnachtskonzert. Dieses Jahr hat ihn „Mutz“ besonders beeindruckt. Foto: hx
  • Hartwig (65) aus Hameln versäumt kaum ein Weihnachtskonzert. Dieses Jahr hat ihn „Mutz“ besonders beeindruckt. Foto: hx
Mutz aus Celle stand bereits mit 11 Jahren auf der Bühne und strahlt enorme emotionale Kraft in seinen Songs aus. Foto: hx
  • Mutz aus Celle stand bereits mit 11 Jahren auf der Bühne und strahlt enorme emotionale Kraft in seinen Songs aus. Foto: hx

Wir haben keinen Favoriten, es sind alles Songs die wir mögen,

Leo Miner, Gitarre/Gesang


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